Episode Details
Back to Episodes
Krieg in den Bergen - Eingegraben in Fels und Eis
Description
Im Mai 1915 entwickelte sich in den Alpen ein grausamer Stellungskrieg. Die beteiligten Soldaten Italiens und Österreich-Ungarns waren nicht nur von den unmittelbaren Kampfhandlungen betroffen, sondern auch auf zermürbende Weise den Naturgewalten ausgeliefert. An manchen Frontverläufen kamen mehr Soldaten durch Lawinen und Erfrierung ums Leben als in direkten Kämpfen. Von Markus Mähner
Credits
Autor dieser Folge: Markus Mähner
Regie: Kirsten Böttcher
Es sprachen: Rahel Comtesse, Sophie Rogall, Johannes Hitelberger
Technik: Monika Gsaenger
Redaktion: Thomas Morawetz
Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:
Noch mehr Interesse an Geschichte? Dann empfehlen wir:
ALLES GESCHICHTE - HISTORY VON RADIOWISSEN
Skurril, anrührend, witzig und oft überraschend. Das Kalenderblatt erzählt geschichtliche Anekdoten zum Tagesdatum. Ein Angebot des Bayerischer Rundfunks.
DAS KALENDERBLATT
Frauen ins Rampenlicht! Der Instagramkanal frauen_geschichte versorgt Sie regelmäßig mit spannenden Posts über Frauen, die Geschichte schrieben. Ein Angebot des Bayerischer Rundfunks. EXTERNER LINK | INSTAGRAMKANAL frauen_geschichte
Literatur:
Alexander Jordan: Krieg um die Alpen - Der Erste Weltkrieg im Alpenraum und der bayerische Grenzschutz in Tirol. Duncker & Humblot 2008. ISBN 978-3-428-12843-3
Alexander Jordan: Die deutschen Gebirgstruppen im Ersten Weltkrieg. Verlag Militaria 2023. ISBN 978-3-903341-32-6
Radiowissen finden Sie auch in der ARD Audiothek:
ARD Audiothek | Radiowissen
JETZT ENTDECKEN
Das vollständige Manuskript gibt es HIER.
Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:
SPRECHERIN 2
Februar 1917. In 2000 Metern Höhe auf dem Pasubio, einem Bergmassiv zwischen Rovereto und dem Flachland von Vicenza. Ein ganzes Dorf ist an den Fels gezimmert, Baracken in unterschiedlicher Form und Größe. Manche von Schnee begraben. Viele noch in Bau oder wieder im Aufbau nach einem Lawinenabgang.
GERÄUSCH Lawine
ZITATOR
20.März: Es ist eine Sisyphus-Arbeit hier. Der Sturm zerstört immer wieder alles, was wir aufgebaut haben. Du kannst Dir das nicht vorstellen!
SPRECHERIN 1
Achille Papa, diensthabender General auf dem Pasubio, in einem Brief an seine Familie.
SPRECHERIN 2
Ein Monat später: Immer noch Schnee überall, doch die Behausungen sind gewachsen, neue hinzugekommen.
SPRECHERIN 1
So zeigen es zwei Fotos eines italienischen Soldaten, der an diesen notdürftigen Unterkünften mitgehämmert hat - und Baumaterial dafür in diese Höhe raufgeschleppt hat:
SPRECHERIN 2
Ein weiteres Foto zeigt eine Kolonne von etlichen Männern – es mögen 50 oder auch 100 sein – die sich durch meterhohen Schnee bergaufwärts graben. Auf ihren Schultern tragen sie 5 Meter lange Holzbalken. Eine Schufterei!
ZITATOR
2. April: Der Schneesturm dauert jetzt schon vier Tage. Es scheint so, als wollte der Südwest-Wind