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Ganz schön zwanghaft: Von Ticks, Spleens und echten Zwängen

Ganz schön zwanghaft: Von Ticks, Spleens und echten Zwängen

Published 2 years ago
Description

Pflastersteine zählen, die Bettdecke richtig ausrichten, den Herd mehrfach prüfen. Harmlose Eigenarten oder bedenkliche Zwänge? Fast jeder Mensch hat Spleens, Ticks oder Marotten. Manche sind den Betroffenen nicht mal bewusst. Wie bedenklich sind solche Spleens, und inwiefern lassen sie sich von Zwangsstörungen abgrenzen, die man behandeln sollte? Überraschend ist: Bis zu einem gewissen Grad kann Zwangshaftigkeit sogar positive Effekte haben. Von Susanne Brandl

Credits
Autorin dieser Folge: Susanne Brandl
Regie: Kirsten Böttcher
Es sprachen: Andreas Neumann, Peter Veit
Technik: Lorenz Kersten
Redaktion: Susanne Poelchau

Im Interview:
Fanny Jimenez, Psychologin und Journalistin,
Michael Kellner, Psychiater und Psychotherapeut, Universitätsklinikum Rechts der Isar,
Katharina Bey, Psychologin und Psychotherapeutin, Universitätsklinikum Bonn;

Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:

WDR5 Innenwelt - das psychologische Radio HIER ENTDECKEN
Psychologie fasziniert mit Einblick in unsere Innenwelt. Was passiert in unserem Kopf, welche Phänomene begleiten den Alltag? Und was, wenn etwas verkehrt läuft? Bei psychiatrischen Krankheiten ist Hinschauen ein erster wichtiger Schritt.

oder
Zeit für Bayern: Zwänge: Wie es sich anfühlt, mit Zwangsstörungen zu leben - Bayern2 Radio

Literatur:
Ich und mein Spleen. Was wir tun, wenn wir alleine sind. Die Autorin Fanny Jimenez erklärt psychologisch fundiert, dass kleien Zwänge, Spleens oder Marotten uns keine Sorgen machen müssen, im GegenteiL: sie sind gesund, weil sie dabei helfen dabei, uns zu regulieren.
Zwangsstörungen: Die Autorin Katharina Bey geht hier auf theoretische Grundlagen zu Erscheinungsformen, Diagnostik, Entstehung und Aufrechterhaltung der Zwangsstörung ein und stellt Psychotherapiemaßnahmen vor.

Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.

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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.

Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:

SPRECHER:

Es beginnt schon früh morgens, noch vor dem Aufstehen. 

O-TON A

Ich stelle mir den Wecker oft ein, zwei Stunden früher als ich tatsächlich aufstehen muss. Einfach weil ich das Gefühl liebe, noch nicht aufstehen zu müssen. Dieser Moment, zu sehen, ah du kannst noch weiterschlafen, das genieße ich total. 

ATMO Teller + Besteck

SPRECHER:

Und wenn es dann so weit ist und der Tag beginnt, dann steht erst mal das Frühstück an. 

O-TON B

„Beim Essen muss der letzte Bissen der beste Bissen vom ganzen Essen sein und dann esse ich drum herum, um möglichst sicher zu stellen, dass ich nicht mit einem unzufriedenen Gefühl aus dem Essen rausgehe.“

Atmo Geschirr in die Spülmaschine sortieren

SPRECHER:

Dann folgt das Tischabräumen. 

O-TON C

„Die Geschirrspülmaschine muss immer ordentlich eingeräumt sein. Links die Messer, rechts das gebogene Besteck.“

ATMO Schranktür

SPRECHER:

Daraufhin steh ich vor dem Kleiderschrank und überlege. Oder auch nicht. Denn eigentlich ist klar:

O-TON D

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