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Arsen - Eine mörderische Karriere

Arsen - Eine mörderische Karriere

Published 1 year, 3 months ago
Description

Jahrhundertelang war Arsen das beliebteste Mordgift, auch als "Erbschaftspulver" bekannt. Lange Zeit war es kaum nachzuweisen und konnte an fürstlichen Höfen wie im privaten Familienkreis Misstrauen und Schrecken verbreiten. Das toxische Halbmetall hat allerdings auch andere Seiten. Es verlieh Bildern berühmter Maler leuchtende Farben, steckt in Raumschiffen wie Solaranlagen - und kann sogar Krankheiten heilen. Von Lukas Grasberger

Credits
Autor dieser Folge: Lukas Grasberger
Regie: Frank Halbach
Es sprachen: Irina Wanka, Andreas Neumann, Friedrich Schloffer
Redaktion: Thomas Morawetz

Im Interview:
Prof. Bettina Wahrig, Lehrstuhl für Pharmazie- und Wissenschaftsgeschichte an der Technischen Universität Braunschweig;
Dr. Gabriele Roider, Pharmakologin am Institut für Rechtsmedizin, LMU München;
Simon Brugner, Fotograf und Autor „The Arsenic Eaters – die Arsenfresser“;
Prof. Christopher Rensing, Chinese Academy of Agricultural Sciences Fujian, Academy of Agricultural Sciences, Fuzhou 

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Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.

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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.

Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:

ZITATOR 1

„Er ist von schöner Farbe, die an Gold erinnert. Ein künstlicher Stoff, hergestellt durch Alchemie. Aber - er ist wirklich giftig!“

ZITATOR 2

„Das Arsenicum wirkt ähnlich dem Sandarak, aber schärfer, wird daher zum Ätzen und zum Wegbeizen der Haare angewendet. Es nimmt auch die Nagelgeschwüre, die fleischigen Auswüchse in der Nase, die Geschwüre am After und alles wilde Fleisch weg. Seine Kraft wird erhöhet, wenn man es in einem neuen Tiegel so lange röstet, bis es die Farbe verändert hat.“

ZITATOR 1

„Unter der geringsten Menge liegt unermessliche Bosheit

verborgen“.

MUSIK ENDE

Sprecherin

Es ist eine Mischung aus Bewunderung und Angst, die aus diesen Worten über Arsen spricht: Zuerst dem Satz des spanischen Malers Francisco Pacheco, der seine Bilder mit arsenhaltiger Farbe zum Leuchten brachte; dann dem Kommentar des römischen G

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