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Hopfen – Die Geschichte der aromatischen Dolden
Description
Die Landschaft der Hallertau wird geprägt von Hopfengärten mit ihren acht Meter hohen Rankgerüsten. Es ist vielen Innovationen und dem technischen Geschick der Hopfenbauern zu verdanken, dass die Hallertau heute das größte Hopfenanbaugebiet der Welt ist. Von Renate Ell
Credits
Autorin dieser Folge: Renate Ell
Regie: Anja Scheifinger
Es sprachen: Caroline Ebner, Frank Heilbach
Redaktion: Thomas Morawetz
Im Interview:
Dr. Christoph Pinzl, Direktor des Deutschen Hopfenmuseums, Wolnzach
Walter König, Geschäftsführer des Bayeri-schen Brauerbundes und der Gesellschaft für Hopfenforschung
Hans Schreier, Hopfenpflanzer, Pfaffenhofen an der Ilm
Wein in Altbayern - Eine fast verschwundene Tradition HIER
Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:
Linktipps:
Hopfen aus der Hallertau - Film von 1964 in der ARD-Mediathek (alpha retro)
Bitterstoff - Blog des Deutschen Hopfenmuseums in Wolnzach
Publikationen des Deutschen Hopfenmuseums, u.a. "Die Hopfenregion. Hopfenanbau in der Hallertau - Eine Kulturgeschichte" von Christoph Pinzl
Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.
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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.
Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:
ERZÄHLERIN
So ein Hopfengerüst ist ein massives Bauwerk: Viele mächtige Holzsäulen. In sieben Metern Höhe: waagerechte Drähte. Und von dort nach unten: senkrechte Drähte, um die sich die Hopfenranken winden. Sie sprießen jedes Jahr aufs Neue aus ihren Wurzelstöcken, die bis zu 50 Jahre alt werden.
Im zeitigen Frühjahr hat der Hopfenpflanzer Hans Schreier in Pfaffenhofen an der Ilm die Wurzelstöcke beschnitten, um das Wachstum anzuregen. Und dann geht es ganz schnell.
(1. ZUSP.) HANS SCHREIER
In dem Augenblick, wo wir Temperaturen um die 20 Grad oder auch 25 Grad bekommen, dann kann der ganz viel und teilweise pro Tag 20, 30 Zentimeter Wachstum vorlegen, und dann hast Du innerhalb weniger Tage eine Pflanze, die dann eigentlich unbedingt Hilfe braucht – das sind dann mehrere Triebe, die man dann an die Drähte anleitet.
ERZÄHLERIN
Deshalb gehen im April Helferinnen und Helfer von Pflanze zu Pflanze und winden ausgewählte Ranken um die Drähte.
(2. ZUSP.) HANS SCHREIER
Wenn man das versäumt, oder das Personal nicht zur Verfügung steht, dann hat man Mehrarbeit, weil er dann eigentlich schon zu weit ist, und dann muss man das mit viel mehr Aufwand bewältigen.
ERZÄHLERIN
Auch heute verlangt der Hopfen noch viel Handarbeit. Bis Maschinen wenigstens die schwersten Arbeiten übernehmen, bis Drahtgerüste die Hallertauer Landschaft prägen: Das is