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Die Zentralbanken - Big Player der Politik

Die Zentralbanken - Big Player der Politik

Published 1 year, 1 month ago
Description

Banknoten ausgeben und Goldmünzen verwalten - dafür wurden einst Zentralbanken geschaffen. Heute müssen sie unsere Banken regelmäßig vor dem Kollaps retten. Im modernen Finanzmarktkapitalismus läuft nichts mehr ohne die mächtigen Geldmanager. Wie kam es dazu? Von Maike Brzoska

Credits
Autorin dieser Folge: Maike Brzoska
Regie: Sabine Kienhöfer
Es sprachen: Katja Amberger, Christian Baumann
Technik: Heiko Hinrichs, Susanne Harasim
Redaktion: Nicole Ruchlak

Im Interview:

Joscha Wullweber, Politikwissenschaftler und Professor an der Universität Witten/Herdecke
Leon Wansleben, Soziologe und Gruppenleiter an Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung Köln
Nils Herger, Ökonom und Dozent an der Universität Bern

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Literatur:

Nils Herger: Wie funktionieren Zentralbanken? Geld- und Währungspolitik verstehen. Springer/Gabler, 2015

Joscha Wullweber: Zentralbankkapitalimus. edition Suhrkamp, 2021

Leon Wansleben: The Rise of Central Banks. State Power in Financial Capitalism. Har

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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.

Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:

SPRECHERIN

Juli 2012 auf einer Investorenkonferenz in London. Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, tritt vor das Mikrofon und hält eine kurze Rede. Mitten in seinem Vortrag hält er inne, schaut ins Publikum und sagt mit Nachdruck die folgenden Worte: 

01 / TON

Within our mandate, the ECB is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough.

02 OT (Wullweber)

Das war ja der berühmte Ausspruch: Was es auch bedeutet, ich werde auf jeden Fall den Euro retten. 

SPRECHERIN

Der Politikwissenschaftler Joscha Wullweber. Er ist Professor an der Universität Witten/Herdecke. 

Nicht wenige meinen: Mit diesen Sätzen hat Draghi den Euro gerettet. Zumindest aber eine weitere Eskalation der Eurokrise verhindert. 

Zur Erinnerung: Nachdem in den USA eine Immobilienblase geplatzt war, mussten erst Banken und dann ganze Staaten, vor allem in Südeuropa, gerettet werden. Ob das klappt, war damals fraglich. Eine Reihe von Investorinnen und Investoren wettete darauf, dass die Eurozone zerbricht, dass also Griechenland oder Italien aus dem Euro austreten müssen, weil sie pleite sind. Bis Draghi die entscheidenden Worte sprach: Wir werden den Euro retten, whatever it takes, was immer es kostet.

03 OT (Wullweber)

Das Signal an die Finanzmärkte: Italien wird nicht Pleite gehen, weil die EZB wird da sein, und sofort haben sich die Finanzmärkte beruhigt, ohne dass Mario Draghi auch nur einen Euro ausgeben musste.

Musik:  New beginning 0‘32

SPRECHERIN

Ein paar Worte des Zentralbank-Chefs genügten, um die Stimmung zu drehen. Ein Einzelfall? Keineswegs. Ein anderes Beispiel ist die Rede von Alan Greenspan 1996. Die Börsen hatten damals einen langen Aufwärtstrend hinter sich, als Greenspan, damals Chef der US-amerikanischen Zentralbank, auf einer Dinnerparty beiläufig vom „irrationalen Überschwang“ sprach. 

04 OT (Wullweber)

Und in dem Fal

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