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Nie mehr Kopfrechnen? - Rechenschieber, Taschenrechner & Co
Description
Abakus, Rechenschieber, Taschenrechner: Schon lange nutzt der Mensch Hilfsmittel, um nicht alles im Kopf ausrechnen zu müssen. Solche Rechenhelfer hatte man früher aber nicht immer dabei. Heute greifen wir selbst für simple Aufgaben zur Smartphone-App. Wie wirkt sich das auf unsere Fähigkeiten aus? Von David Globig
Credits
Autor dieser Folge: David Globig
Regie: Christiane Klenz
Es sprachen: Heiko Ruprecht, Katja Schild, Clemens Nicol
Technik:
Redaktion: Hellmuth Nordwig
Im Interview:
Daniel Timms, Kopfrechen-Trainer
Dr. Christina Artemenko, Fachbereich Psychologie, Universität Tübingen
Prof. Hans-Christoph Nürk, Diagnostik und kognitive Neuropsychologie, Universität Tübingen
Dr. Gert Mittring, Psychologe und Kopfrechen-Weltrekordler
Prof. Stefan Ufer, Didaktik der Mathematik und Informatik, Ludwig-Maximilians-Universität München
Caroline Merkel, Organisatorin der Junioren Kopfrechen-WM
Niklas Arndt, Schüler
Willem Bouman, Kopfrechen-Künstler
Linktipps:
Junioren Kopfrechen-Weltmeisterschaft HIER
Arbeitsbereiche Diagnostik und Kognitive Neuropsychologie der Universität Tübingen HIER
Internetseite von Gesprächspartner Daniel Timms HIER
Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.
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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.
Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:
01 ZUSP Atmo Timms, darüber:
SPRECHER:
Ein Klassenzimmer in einem Bielefelder Gymnasium. An diesem Sonntag sind die Räume ausnahmsweise nicht leer: Gut 80 Kinder und Jugendliche sind aus aller Welt gekommen, um sich auf die Junioren-Kopfrechen-Weltmeisterschaft vorzubereiten. Dazu gibt es Workshops, und einen davon leitet der Kopfrechen-Trainer Daniel Timms [englische Aussprache]. Aufmerksam hört ihm eine Gruppe von Jugendlichen zu. Gerade erzählt Timms etwas zu den Überraschungs-Aufgaben, für die es am nächsten Tag im eigentlichen Wettbewerb Sonderpunkte geben wird.
(MUSIK unter den letzten Worten ausgeblendet)
Atmo Timms kurz hoch, darüber:
SPRECHER:
Innerhalb von zwei Stunden sollen die Jugendlichen hunderte von Aufgaben lösen. Ausschließlich im Kopf. Einen Stift dürfen sie nur benutzen, um die Ergebnisse aufzuschreiben – keine Zwischenschritte. Die Aufgaben sind anspruchsvoll: Ziehe die Kubikwurzel aus einer zwölfstelligen Zahl. Oder zerlege eine neunstellige Zahl in ihre Primfaktoren. Rechne aus, in welchen Monaten des Jahres 2078 der 18. auf einen Montag fällt.
Natürlich braucht man so etwas nicht im Alltag. Doch auf nicht ganz so hohem Niveau ist Kopfrechnen auch im täglichen Leben nützlich, betont Daniel Timms [englische Aussprache].
02 ZUSP Timms:
"For most people the most practical thing...
Voiceover:
Für die meisten Menschen ist das Praktischste daran, dass sie etwa ihre Zeitplanung im Kopf machen können. Oder dass sie die Größenordnung von Zahlen verstehen. Wissen Sie zum Beispiel, was 1 Million geteilt durch vier ist? Viele Menschen