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Björk - Wie Islands Popfee für neue Impulse sorgt
Description
Zu Beginn der 90er Jahre taucht scheinbar aus dem Nichts ein Pop-Star auf wie ihn die Welt noch gesehen hat: Innovativ, extravagant, postmodern. Björk aus Island sorgt nicht nur mit intensivem Gesang und futuristischem Look für Aufsehen. Von Markus Mayer
Credits
Autor dieser Folge: Markus MAyer
Regie: Christiane Klenz
Es sprachen: Katja Amberger, Werner Härtl
Technik: Monika Gsaenger, Heiko Hinrichs
Redaktion: Nicole Ruchlak
Im Interview:
Berit Glanz, Skandinavistin, Autorin, Reykjavik
Literatur:
Gefühlslandschaften: Die Björk-Saga. In: Listen To This: Über Musik. Alex Ross. Übersetzt von Dieter Fuchs. 432 Seiten. Rowohlt 2020. S. 305 – 332.
7. Lektion: Björk. In: 10 Lessons Of My Life – was wirklich zählt. Kent Nagano/ Inge Kloepfer. Piper 2023. S. 129 – 147.
Björk Human Behaviour – Die Story zu jedem Song. Ian Gittins. Übersetzt von Karin Miedler & Cäcilie Plieninger. Rockbuch 2003. 144 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen & Fotos.
Konkrete Popmusik. Zum Einfluss Stockhausens und Schaeffers auf Björk, Matthew Barney und Matmos. Ralf von Appen. In: Gestaltungsmittel populärer Musik. Versuch einer Systematik, in: Samples. Notizen, Projekte und Kurzbeiträge zur Popularmusikforschung, 2, 2003, pp. 18-29. pdf.
Björk: Archives. A World Of Wonders. Mit Texten von Klaus Biesenbach, Alex Ross, Nicola Dibben, Timothy Morton, Sjón. Fast 200 Seiten, 224 Abbildungen in Farbe & Duotone. Schirmer & Mosel 2015.
Björk – Isländische Sängerin, Komponistin und Schauspielerin. Kai Florian Becker. Sieben Seiten. Munzinger Pop-Archiv. 10. Januar 2023.
Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.
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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.
Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:
MUSIK 1 (Björk: Venus As A Boy 1’01)
Sprecherin
Eine junge Frau mit leicht unordentlichen Haaren, frontal vor der Kamera, ihr Blick schweift in die Ferne. Die ausgestreckten Finger ihrer Hände vor dem Mund, als würde sie beten. Der einfarbige Mohair-Pulli, der Oberkörper und Arme bedeckt, könnte sich weich anfühlen oder aber struppig.
Sprecher
Im Blick der jungen Frau, die ihre unteren Augenlider mit runden, reflektierenden Metallplättchen aus Indien geschmückt hat, liegt Erstaunen und Verblüffung, vielleicht auch Sorge … Als würde die Frau ein kleines Kind beobachten, das gerade etwas Waghalsiges probiert, etwas nicht ganz Ungefährliches.
Sprecherin
Ein Schwarz-Weiß-Porträt von Björk ziert das Cover ihres Albums Debut vom Juli 1993. Das Werk ist nicht nur eines der wichtigsten Popalben des Jahrzehnts, das sofort in die Albumcharts dies- und jenseits des Atlantiks einzieht, es katapultiert die bis dato kaum bekannte Sängerin in die Oberliga des Pop. Post, Telegram und Homogenic - Björks weitere Studio-Alben verhandeln wie schon Debut Fragen und Themen des Digital-Zeitalters wie das Verhältnis von Mensch und Maschine.
Sprecher
Dabei sind die Klänge und Rhythmen, die Björks Gesang begleiten, genauso wichtig wie die Texte, verfasst in manchmal unbeholfenem Englisch. Viele Sounds kommen aus elektronischen Tonerzeugern und wirken kontrolliert, was durch den wilden, ungebändigten Gesang konterkariert wird. Pop auf der Höhe der Zeit.
MUSIK 2 ( Björk: Violently happy 0’40)
Sprecherin
Pop kann alles ausdrücken und ist ähnl