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Philosophie der Schönheit - Was den Menschen "schön" macht

Philosophie der Schönheit - Was den Menschen "schön" macht

Published 10 months, 3 weeks ago
Description

Es sind nicht nur äußere Körpermerkmale, die Menschen schön machen, sondern auch Charakter und Sensibilität. Doch wie hängen Äußeres und Inneres zusammen? Und was macht schöne Menschen so anziehend? Zeigen sie eine 'schöne Seele‘? Die Antwort fällt in verschiedenen Kulturen und Zeiten unterschiedlich aus. Von Beate Meierfrankenfeld (BR 2021)

Credits
Autorin dieser Folge: Beate Meierfrankenfeld
Regie: Irene Schuck
Es sprachen: Katja Bürkle, Andreas Neumann, Friedrich Schloffer
Technik: Peter Preuß
Redaktion: Bernhard Kastner

Im Interview:
Lisa Katharin Schmalzried (PD Dr.; Universität Halle-Wittenberg / Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik);
Lia Darjes (Fotografin, Berlin)

Literaturtipps:

Lia Darjes, „Tempora Morte. A Documentary Still-Life Study of Kaliningrad’s Informal Street Markets”, Hartmann Books 2019.

Friedrich Nietzsche, „Aus dem Nachlaß der Achtzigerjahre“, Werke in sechs Bänden, herausgegeben von Karl Schlechta, Carl Hanser Verlag 1980.

Friedrich Schiller, „Über Anmut und Würde“, in: „Über das Schöne und die Kunst. Schriften zur Ästhetik“, dtv/Carl Hanser Verlag 1975/1984, S. 44-93.

Lisa Katharin Schmalzried, „Menschliche Schönheit“, mentis Verlag (Herbst 2021).

Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.

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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.

Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:

MUSIK 1

"Icefloe" - Komponistin und Ausführende: Zoë Keating - Album: Snowmelt - Länge: 0'40

ERZÄHLERIN:

Tiefschwarzer Hintergrund, davor – den Blick fest auf den Betrachter gerichtet – eine Frau. Nicht mehr jung, in braungrüner Winterjacke wohl auf einem Hocker sitzend. Ein pinkfarbenes Tuch, im Nacken zusammengebunden, auf dem Kopf, eine Tasche im Schoß, auf der ihre Hände liegen. Hände, die Arbeit gewohnt sind.

ERZÄHLER:

„Bildnis einer Marktverkäuferin“, Fotografie von Lia Darjes.

ERZÄHLERIN:

Ein klares, kraftvolles, intensives, ein schönes Bild. Von einem Menschen, den man beim ersten Hinsehen – und nach den gewohnten Maßstäben – vielleicht nicht unbedingt ‚schön‘ nennen würde.

ERZÄHLER:

Das Porträt gehört zur Serie „Tempora Morte“, die Lia Darjes, Fotografin aus Berlin, zwischen 2014 und 2016 in Kaliningrad aufgenommen hat. Am Straßenrand entdeckte sie dort während einer Künstlerresidenz kleine improvisierte Marktstände, an denen Obst, Gemüse und Blumen aus privaten Gärten verkauft wurde. Es brauchte einige Überzeugungsarbeit und mehrere Reisen, bis Darjes die Tische fotografieren durfte – und irgendwann auch die Menschen dahinter.

O-TON 1, LIA DARJES, Projekt Kaliningrad:

Das Misstrauen war da, dass ich das arme, verwahrloste Russland zeigen möchte, sozusagen diesen ganz westlichen, wohlhabenden Blick darauf werfen will, was Voyeuristisches. Und dann wurde es mit jeder Reise – also ich war insgesamt viermal dort in dem einen Jahr – wurde es mit jeder Reise leichter, weil ich immer Fotos mitgebracht habe und schon zeigen konnte: So möchte ich das fotografieren. Und mit jeder Reise wurde das leichter, dass sie verstanden haben, dass es eigentlich eher so eine Art kleine Huldigung ist.

ERZÄHLER:

Lia Darjes fotografierte die improvisierten Warentische wie barocke Stillleben: sattrote Früchte, helle Blüten, Fische auf Papier. Und die Verkäuferinnen und Verkäufer als herausgeh

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