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Provenienzforschung - Die Geschichte hinter den Kunstwerken
Description
Immer häufiger begegnen uns bei Museumsbesuchen die Ergebnisse der Provenienzforschung. Die beschäftigt sich mit der Herkunft und Geschichte von Kunstwerken. Neben dem Inhalt, den das Museumsstück darstellt, spielt heute also auch seine "Biografie" eine immer wichtigere Rolle. Von Julia Devlin
Credits
Autorin dieser Folge: Julia Devlin
Regie: Susi Weichselbaumer
Es sprachen: Julia Fischer, Herbert Schäfer
Technik: Susanne Harasim
Redaktion: Thomas Morawetz
Im Interview:
Dr. Sven Haase, Staatliche Museen zu Berlin
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Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:
Die Menschen hinter den Kunstwerken:
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Mit Ihrer Liebe zur Kunst prägten sie das europäische Kulturleben. Dann wurden sie von den Nationalsozialisten verfolgt, beraubt, vertrieben und ermordet - weil sie Jüdinnen und Juden waren. Einiger ihrer Lebensgeschichten werden HIER erzählt.
Zur Provenienzgeschichte der Skulptur „Susanna“:
„Susanna“, Begas, Mosse – Die Geschichte hinter dem Objekt
Oft ist es schwierig, den Weg und die Stationen eines Objekts bis zu seinem heutigen Standort nachzuvollziehen. Das Beispiel der „Susanna“ von Reinhold Begas. HIER
Petra Winter (Hrsg.): Die Wege der Kunst. SpurenSuchen. Begleitheft zur Provenienzforschung in der ständigen Ausstellung der Alten Nationalgalerie. Berlin 2024.
Christoph Zuschlag: Einführung in die Provenienzforschung. Wie die Herkunft von Kulturgut entschlüsselt wird. München 2022. Eine umfassende Einführung in Geschichte, Methoden und ethische Fragestellungen.
Jan Schleusener: Raub von Kulturgut. Der Zugriff des NS-Staats auf jüdischen Kunstbesitz in München und seine Nachkriegsgeschichte. Berlin/München 2016.
Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.Radiowissen finden Sie auch in der ARD Audiothek:
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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.
Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:
SPRECHERIN
Die Museumsinsel in Berlin. Hier finden sich, von den Armen der Spree umschlossen, viele spektakuläre Museumsgebäude. Das neueste: die James-Simon-Galerie mit ihrer großen Freitreppe. Hat man die vielen Stufen erst einmal erklommen, wird man im Foyer von einem weißen Löwen begrüßt. Lebensgroß, aus hellem Kalkstein, hebt er majestätisch den Kopf, das Maul leicht geöffnet, die Ohren wachsam aufgestellt. Er scheint wie gemacht für den hellen, großzügigen Raum. Doch er stand nicht immer hier, sondern hat ein wechselvolles Schicksal durchlebt.
ATMO
Stadtgeräusche, flanierende Menschen
MUSIK Morgenblätter Walzer 0.30
SPRECHER
Berlin, 1902. Der Berliner Zeitungsverleger Rudolf Mosse wünscht sich für den Eingangsbereich