Episode Details

Back to Episodes
Die Underground Railroad - Wie ein geheimes Netzwerk Sklaven befreite

Die Underground Railroad - Wie ein geheimes Netzwerk Sklaven befreite

Published 10 months ago
Description

Über einen Zeitraum von knapp 400 Jahren hält sich in Amerika das System der Sklaverei. Von Beginn an streben versklavte Menschen nach einem Leben in Freiheit und Würde. Ein geheimes Netzwerk hilft ihnen dabei, die Fesseln der Sklaverei abzustreifen: die Underground Railroad. Von Susanne Hofmann

Credits
Autorin dieser Folge: Susanne Hofmann
Regie: Kirsten Böttcher
Es sprachen: Christian Baumann, Caroline Ebner, Benhamin Stedler
Technik: Simon Lobenhofer
Redaktion: Iska Schreglmann

Im Interview:
Prof. Michael Hochgeschwender, Professor für Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München
Dr. Heike Raphael-Hernandez, American Studies, Universität Würzburg

Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:


Noch mehr Interesse an Geschichte? Dann empfehlen wir:
ALLES GESCHICHTE - HISTORY VON RADIOWISSEN

Linktipps:

Hintergrundinformationen aus der Aufzeichnung von William Still
JETZT ENTDECKEN

Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.

Radiowissen finden Sie auch in der ARD Audiothek:
ARD Audiothek | Radiowissen
JETZT ENTDECKEN

Das vollständige Manuskript gibt es HIER.

Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:

ERZÄHLER

Einer der ehemals reichsten Männer der Vereinigten Staaten von Amerika steckte Mitte des 19. Jahrhunderts in der Klemme: Durch seinen extravaganten Lebensstil, riskante Geschäfte, aber auch aufgrund seiner Spielsucht hatte Pierce Mease Butler sein beträchtliches Erbe verjubelt – immerhin rund 20 Millionen US-Dollar nach heutiger Rechnung. Ihm stand das Wasser bis zum Hals, und 1859 sah er sich zu einem drastischen Schritt genötigt: Er musste nicht nur das Familienanwesen verkaufen, sondern auch einen Großteil seines sogenannten „beweglichen Eigentums“: 

ERZÄHLERIN

Gemeint waren 460 Sklaven, die seine riesigen Tabak-, Reis- und Baumwollplantagen in Georgia bewirtschafteten. Sie sollten unter den Hammer kommen, bei einer der größten Sklaven-Auktionen, die es je auf US-amerikanischem Boden gab. Schon Wochen vorher ließ Butler in Annoncen dafür werben, in denen – das hier als Vorwarnung – rassistische Begriffe verwendet wurden. Wir geben solche Bezeichnungen in dieser Sendung aus dokumentarischen Gründen so wieder. Im Februar 1859 erschien in der Zeitung The Savannah Republican folgender, hier übersetzter, Text:

ZITATOR: 

Zu verkaufen: Eine Gruppe von 460 Negern, die an den Anbau von Reis und Nahrungsmitteln gewöhnt sind. Darunter eine Anzahl guter Mechaniker und Hausbediensteter. Werden am 2. und 3. März in Savannah verkauft. Verkaufsbedingungen: ein Drittel Barzahlung. Menschen, die diese Neger begutachten wollen, finden diese an der Pferderennbahn. 

ERZÄHLER

Bereits Tage vor dem Großereignis waren die Hotels in Savannah ausgebucht, in den Bars gab es nur noch ein Thema, und die Interessenten pilgerten in Scharen zu den Pferdeställen am Rande der Rennbahn. Dort waren die versklavten Menschen notdürftig untergebracht und konnten vorab von ihren künftigen Eigentümern schon einmal inspiziert werden. Ein Reporter der New York Tribune war extra

Listen Now

Love PodBriefly?

If you like Podbriefly.com, please consider donating to support the ongoing development.

Support Us