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Beruf: Hausfrau - Die Geschichte einer Arbeiterin
Description
Die klassische "Hausfrau" ist tot. Oder doch nicht? Wer kocht, putzt und wäscht, wenn alle arbeiten? Und wann entstand das Bild der "Hausfrau"? Von Julia Fritzsche (BR 2019)
Credits
Autorin dieser Folge: Julia Fritzsche
Regie: Eva Demmelhuber
Es sprachen: Beate himmelstoß, Rahel Comtesse, Frank Manhold
Technik: Michael Krogmann, Christine Frey
Redaktion: Nicole Ruchlak
Im Interview:
Barbara Duden (Professorin; emeritiert; Historikerin Universität Hannover);
Gabriele Winkler (Professorin; Arbeitswissenschaftlerin der Universität Hamburg)
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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.
Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:
O-TON „MUTTER“
Wenn meine Mutter gefragt wurde „Was machen Sie?“, dann sagte sie „Ich arbeite gar nicht, ich bin Hausfrau“.
ERZÄHLERIN:
Barbara Duden spricht von ihrer Mutter. Wie die meisten Frauen der 50er und 60er Jahre war diese Hausfrau. Und wie viele Frauen damals behauptete sie, sie arbeite nicht. Dabei arbeiteten Hausfrauen natürlich. Sie wurden nur nicht dafür entlohnt. Warum machten Frauen diese Arbeit? Das war keineswegs selbstverständlich, stellt die Historikerin Barbara Duden bei ihren Forschungen bald fest – die Hausfrau war vielmehr etwas historisch Neues.
(Soundbreak)
Barbara Duden ist in den 60er und 70er Jahren eine junge Historikerin. Wie viele ihrer Generation ist sie frauenbewegt und versteht nicht, wie ihre Mutter so leben kann. Ein Leben als Hausfrau empfindet Barbara Duden…
O-TON „ÖDE“
… als vollständig veraltet, isolierend, öde, grauenhafte Existenz, kann man überhaupt nicht aushalten, unlebbar (…).
ERZÄHLERIN:
Sie begibt sich auf die Suche. Die Arbeit von Frauen ist zu dieser Zeit kaum erforscht.
Barbara Duden und andere Forscherinnen ihrer Generation machen sich auf: Mitte der 70er treffen sie sich zu sogenannten „Frauen-Sommeruniversitäten“ und widmen ihre Studien fortan der Lebenswirklichkeit von Frauen. Eine der wenigen Studien dieser Jahre, die die Arbeit von Hausfrauen sichtbar machen soll, ist „Das unsichtbare Tagwerk“.
O-TON „TAG BEGINNT“
Schon morgens, wenn das losgeht: dass das Kind, das Schulkind, ohne, dass es sich sperrt und sagt ‚ich will aber nicht dahin‘ rechtzeitig in seine Kleider kommt und rechtzeitig und gefrühstückt und mit einem Pausenbrot ausgestattet und