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Geschichte des Schuhs - Von Schnabelschuhen und mörderischen Absätzen
Description
Ein Schuh ist nicht einfach ein Schuh. Die anfängliche Schutzfunktion, zu der man sich Gras und Rinde um die Füße wickelte, wurde mit raffinierteren Aufgaben aufgeladen. Schuh erzählt von Politik und Macht, von Wahn, Obsession und Erotik - er verlangt präzises Handwerk und ist skulpturales Bauwerk für den Fuß. Von Barbara Knopf
Credits
Autorin dieser Folge: Barbara Knopf
Regie: Christiane Klenz
Es sprachen: Katja Bürkle, Friedrich Schloffer
Technik: Adele Messmer
Redaktion: Nicole Ruchlak
Im Interview:
Isabella Belting, Kunsthistorikerin
Albert Bertl Kreca – „Schuh-Bertl“
Einfach Mode! Wer hat die Hosen an?
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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.
Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:
ZSP
Der Schnabelschuh stammt jetzt aus dem Mittelalter, 12., 13. Jahrhundert. Der hat sich übrigens sehr lange tatsächlich gehalten, immer wieder in verschiedenen Formen. Damals war noch nicht der Absatz das Dominante, sondern wirklich die Schuhspitze. Und die hat sich dann in einer Art verlängert, die irgendwann natürlich nicht mehr von alleine stand, sondern ans Knie gebunden werden musste, damit der Herr überhaupt mit diesen Schuhen laufen kann. Man hat es ernst genommen, weil es eben ein Symbol war für jemanden, der nicht arbeiten muss. 0.32
Erzählerin
So erzählt es die Kunsthistorikerin Isabella Belting. Sie leitet die Sammlung Mode/Textilien im – derzeit geschlossenen – Münchner Stadtmuseum. These boots are made for walking? Ein sehr funktional gedachter Satz.
MUSIK 2 ( Diamonds (Bridgerton - Season Two) 1’05)
In Wirklichkeit betreten wir mit dem Schuh sofort symbolisches Terrain. Es geht um Status. Ansehen. Macht. Reichtum. Spiel. Erotik. Und um Wahn. Ein irrationaler Faktor lauert in diesen Objekten am unteren Ende des Körpers. All diese Schnallen und Schleifchen, das noppenhäutige Krokodilleder, die pergamentene Schlangenhaut, der Samt, die Seide, der Lack, die hauchdünnen Riemchen über all den Aussp