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Der Kiebitz - Wenn der Lebensraum Wiese verschwindet

Der Kiebitz - Wenn der Lebensraum Wiese verschwindet

Published 8 months, 4 weeks ago
Description

Kiebitze zählten einst zu den häufigsten Wiesenbrütern in Deutschland. Doch ihre Bestände gehen rasant zurück. Vogelschützer wollen jetzt in einem "Kiebitz-Projekt" das Überleben des Wiesenbrüters sichern. Von Werner Bader (BR 2024)

Credits
Autor dieser Folge: Werner Bader
Regie: Kirsten Böttcher
Es sprachen: Rahel Comtesse, Werner Härtl
Technik: Andreas Lucke
Redaktion: Yvonne Maier

Im Interview:
Christina Niegl, Biologin, Landschaftspflegeverband Aichach-Friedberg
Stefan Haas, Landwirt (Mühlhausen) 
Jan Skorupa, Biologe, Landesbund für Vogelschutz
Anton Burnhauser, Biologe, Höhere Naturschutzbehörde, Regierung von Schwaben 

Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:

Philipps Playlist
Mit Musik lässt es sich wunderbar aus dem Alltag herausträumen! NDR Kultur-Moderator Philipp Schmid stellt jede Woche neue handverlesene Playlists zusammen. Von Pop bis Klassik – die Musik ist für ihn ein Anlass, sich gemeinsam mit seinen Hörerinnen und Hörern auf fantasievolle Gedankenreisen zu begeben. JETZT ENTDECKEN 

Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.

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ARD Audiothek | RadioWissen
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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.

Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:

SPRECHER: 

Ortstermin im Lechhauser Moos, nördlich von Augsburg. Auf den  moorigen Ackerböden bei Mühlhausen, umgeben von Siedlungen, Autobahn, Flughafen, Auwald und Straßen, begeben wir uns Ende Februar auf die Suche nach den ersten Kiebitzen des Jahres. Biologin Christina Niegl weiß, wo sich die Kiebitze bevorzugt niederlassen und steuert einen Acker an. Einen Acker mit dunklem, moorigem Boden und Pfützen.  

ZSP 2

„Ich habe heute tatsächlich schon die ersten Kiebitze im Landkreis beobachten können. 56 an der Zahl, und ja, da war dann ein Riesen-Schwarm über mir, und dann haben sie sich an einem bekannten Brutplatz niedergelassen. Um zu rasten, und um Nahrung zu suchen. Man kann jetzt nicht genau sagen, ob das jetzt die Kiebitze sind, die später hier auch brüten werden. Kann auch sein, dass das die Durchzügler sind, weil es einfach noch die Durchzugszeit ist und die sich so ein bisschen sortieren.“ 0‘30‘‘ 

ATMO Kiebitz

SPRECHERIN: 

Viele Kiebitze fliegen bei der Rückkehr aus ihren Überwinterungs-gebieten in Frankreich oder Spanien von hier aus weiter in den Norden. Erst im März treffen die Kiebitze ein, die schon im Vorjahr auf diesem Acker gebrütet haben. Kiebitze sind standorttreu, meist kehren die Zugvögel zu ihren angestammten Brutplätzen zurück. Die hat Christina Niegl auf einer Karte vor sich. Für den Landschaftspflegeverband betreut sie 13 Kiebitz-Brutgebiete, mit insgesamt 2.500 Hektar. Wenn die Kiebitze dann da sind und zu brüten beginnen, kommt viel Arbeit auf sie zu.

Musik 2: 10 Midi 

SPRECHER: 

Manche Äcker und Wiesen werden jedes Jahr von Kiebitzen als Brutplatz genutzt, manche nur jedes zweite Jahr, sagt die Biologin, je nachdem, was darauf angebaut wird. Wird ein Maisacker im nächsten Jahr zum Getreideacker, dann brüten die Kiebitze nicht darauf, denn in Getreidefeldern finden sie keine Deckung. In diesem Jahr will Landwirt Stefan Haas auf seinem Acker Mais anbauen. Ihm gehört der moorige Acker. Und er kennt

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