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Todesmärsche bei Freising - Die qualvollen Trecks von KZ-Häftlingen
Description
Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges zwangen die Nationalsozialisten Tausende von KZ-Gefangenen aus dem ganzen Reich auf Todesmärsche Richtung Süden, oft nach Dachau. Viele Häftlinge starben auf dem Weg, der im April 1945 durch den Landkreis Freising führte. Von Ulrike Beck
Credits
Autorin dieser Folge: Ulrike Beck
Regie: Irene Schuck
Es sprachen: Thomas Birnstiel, Katja Amberger, Johannes Hitzelberger
Technik: Andreas Lucke
Redaktion: Thomas Morawetz
Im Interview:
Karl-Heinz Zenker, Heimatforscher und Autor des Buches „Die Opfer der Todesmärsche im Landkreis Freising im Frühjahr/Sommer 1945“
Zeitzeugin aus Tüntenhausen, die anonym bleiben möchte
NS-Terror - Eingeschleust nach Auschwitz
Witold Pilecki war wohl der einzige Häftling, der freiwillig im KZ Auschwitz war. Unter falschem Namen berichtete der polnische Untergrundkämpfer von 1940 bis 1943 den Alliierten von den Zuständen im Lager. Von Niklas Nau (BR 2017)
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Und noch eine besondere Empfehlung der Redaktion:
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Alles Geschichte – Der History-Podcast
Literatur:
Zenker, Karl-Heinz, „Die Opfer der Todesmärsche im Landkreis Freising im Frühjahr/Sommer 1945“– detaillierte und beeindruckende Recherche mit anschaulichen Zeitzeugenberichten über das Schicksal der Häftlinge, die im April 1945 auf Todesmärschen in Richtung des KZ Dachau im Landkreis Freising unterwegs waren.
Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an radiowissen@br.de.
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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.
Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:
1.O-Ton (ab 4:02)
Die san über die Amperleiten daherkommen nach Tüntenhausen. Auf dem Weg nach Dachau (…) Und ja, das war natürlich, das waren angeblich 5000 Menschen und natürlich in der gestreiften Ding. Das waren ja alles abgemagerte Menschen und (…) Brillen haben so manche gehabt und die Schrubber und Stöcke als Gehhilfen und der ist ja ganz langsam vorankommen der Truck.
Musik 2
"Eternity And A Day - 4. Parting A" - Komponistin: Eleni Karaindrou - Album: Eternity And A Day - Länge: 0'50
Erzähler
Eine alte Dame aus Tüntenhausen erinnert sich an den 27.April 1945. An den Tag, an dem rund 900 Häftlinge aus dem KZ Buchenwald auf ihrem Todesmarsch Richtung Dachau durch ihr kleines Dorf getrieben werden. Sie ist damals sieben Jahre alt und verängstigt beim Anblick der Männer in gestreifter Häftlingskleidung, die zu Skeletten abgemagert sind.
Erzählerin
Diese Szene ist ihr, die anonym bleiben will, bis heute lebendig. Genau wie die Tumulte und die brutale Gewalt des - in diesem Fall - weiblichen SS-Begleitkommandos, als der Zug beim Wirt in der Talsenke anhält und eine Frau beginnt, Brot zu verteilen:
Musik 3
"Fjølhøgget" - Album: The Senja Recordings - Komponist: Geir Jenssen - Künstler: Bio