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Freihandel und Zölle - Eine abwechslungsreiche Geschichte
Description
Das Ringen um Freihandel und Zölle prägt die Weltwirtschaft seit gut 200 Jahren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Handel jahrzehntelang im großen Stil liberalisiert, nun geht es wieder um Strafzölle und Handelskriege, auch dank US-Präsident Donald Trump. Ist das nun das Ende der Globalisierung? Von Maike Brzoska
Credits
Autorin dieser Folge: Maike Brzoska
Regie: Irene Schuck
Es sprach: Susanne Schroeder
Technik: Regine Elbers
Redaktion: Nicole Ruchlak
Im Interview:
Nikolaus Wolf, Professor für Wirtschaftsgeschichte an der Humboldt Universität
Oliver Lorz, Professor für Intern. Wirtschaftsbeziehungen an der RWTH Aachen
Claudia Schmucker von Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik
Hanns-Günther Hilpert von der Stiftung Wissenschaft und Politik
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Das vollständige Manuskript gibt es HIER.
Lesen Sie einen Ausschnitt aus dem Manuskript:
SPRECHERIN
Großbritannien im Mai 1846: Im britischen Parlament gibt es heftige Wortgefechte. Thema sind die Getreidezölle, die sogenannten Corn Laws. Die waren gut 30 Jahre zuvor auf Drängen der mächtigen Landwirtschaftslobby eingeführt worden. Die Zölle machen das Getreide aus dem Ausland teurer – und fördern so den Verkauf des inländischen Getreides. Es sind also klassische Schutzzölle. Gegner der Zölle sind die Vertreter der Industrie. Sie gewannen damals stark an Einfluss. Es ist die Zeit der Industriellen Revolution: Immer mehr Fabriken werden gebaut, viele Menschen ziehen in die Städte, wo sie oft unter prekären Bedingungen leben.
01 O-TON (Wolf)
Und die Industrievertreter, die Whigs, haben propagiert, dass es eine schlechte Idee sei, Schutzzölle zu nehmen. Es wäre viel vorteilhafter für alle Beteiligten, wenn England für Freihandel eintritt, also möglichst eine völlige Abschaffung von Zöllen.
SPRECHERIN
Der Wirtschaftshistoriker Professor Nikolaus Wolf. Er unterrichtet an der Humboldt-Universität Berlin. Für die Vertreter der Industrie wäre die Abschaffung säm