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#27 EdM - Sogwirkung des Rechts bei der Konfliktbearbeitung.

#27 EdM - Sogwirkung des Rechts bei der Konfliktbearbeitung.

Episode 27 Published 1 year, 3 months ago
Description
Zugleich ein Beitrag zu den Leistungen von Mediation

Inhalt

#27 EdM Sogwirkung des Rechts bei der Konfliktbearbeitung. Leistungen der Mediation

[0:08]Herzlich Willkommen zu den Episoden der Mediation, dem Podcast von INKOVEMA

[0:14] Willkommen zum Podcast über Mediation

[0:11]zu den praktischen Fragen der Mediation und des Konfliktmanagements. Ich bin Sascha Weige. und erläutere in diesem Podcast Fallfragen aus meiner Mediations- und konfliktberaterischen Praxis. Ich stelle Konzeptionen und Modelle der Mediation vor und ordne unterschiedliche Perspektiven und Entscheidungsmöglichkeiten ein.

[0:34] Die Sogwirkung des Rechts

[0:28]Das ist Folge 27, die Sogwirkung des Rechts in der Konfliktbearbeitung. Heute widme ich mich der Sogwirkung des Rechts und rechtlicher Argumentationen, die mir in Mediation regelmäßig vor Augen geführt werden.

[0:44]Zunächst zwei, drei ganz allgemeine Beispielsfälle. Da sind die trennungswilligen Eltern, die sich anhand von gelesenen Gerichtsurteilen darüber streiten, wer welche Zahlungen zu leisten hat. Das sind die ehemaligen Kooperationspartner eines Softwareprojektes, das gescheitert ist und sich diese Personen mit ihren Anwälten maßgeblich über rechtliche Einschätzungen und Folgewirkungen unterhalten, wer noch was zu leisten hat und wer nicht. Da sind die Mitarbeiter und ehemaligen Mitarbeiter eines renommierten Forschungsinstituts, die sich mit den Leitungspersonen über Jahre hinweg streiten.

[1:29]Wer sich hier rechtlich schuldig gemacht hat und wer generell was schuldig geblieben ist. Und da ist der Betriebsrat eines schwer angeschlagenen Industriebetriebes, der sich scheinbar kaum um wirtschaftliche Fragestellungen schert, aber die wirtschaftliche Schieflage zum Anlass nimmt, über die Rechtswidrigkeiten und Ungeheuerlichkeiten der Geschäftsleitung und Führungskräfte reden möchte und Versäumnisse vorwirft. Ich könnte diese Reihenfolge nicht nur beliebig fortsetzen, sondern auch die einzelnen Fälle noch weiter konkretisieren und immer noch sicherlich im Erfahrungsbereich

[2:14] Alltagskonflikte und ihre Herausforderungen

[2:10]vieler Zuhörerinnen und Zuhörer sprechen.

[2:15]Denn das ist Alltagsgeschäft.

[2:19]Deutlich wird, dass das Recht eine ganz wichtige Kommunikations- und Konfliktlinie ist, einen Argumentationsraum eröffnet, der in der Bearbeitung von Unterschiedlichkeit und von Konfliktpotenzialen beidseitig und allseits Bedeutung hat. Konflikte werden rechtlich ausgetragen und das lässt sich leicht erklären, denn wer Recht hat und andere ins Unrecht setzt, kann Ansprüche ableiten und das haben wir frühzeitig gelernt. Das ist so intuitiv richtig, dass selbst Mediatoren nichts Besseres einfällt, als das Recht an sich und Rechtsanwälte als solche am liebsten aus dem Mediationsverfahren zu verbannen. Sie empfinden das Recht und die Rechtsvertreter schlichtweg als störend und meinen, man müsse das Recht aus der Mediation und damit aus der Konfliktbearbeitung einfach auch mal heraushalten, weil es wie ein Elefant im Porzellanladen daherkommt. Wohl wissend, dass die Mediation kein rechtsfreier Raum ist und dass das Recht nicht einfach der Mediation und den Mediationsgesprächen zu weichen hat.

[3:29]Ich möchte heute hier erklären, weshalb das auch gar nicht notwendig ist und b. Zweitens, wie das richtige Verständnis von Recht und Mediation ausschaut. Und wenn Sie jetzt, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, leichten Widerspruch verspürt haben, weil ich gesagt habe, ich möchte das erklären, wie das richtige Verständnis von Recht und Mediation ausschaut und Sie so ein bisschen den Eindruck hatten, ich behaupte, dass Sie nicht das richtige Verständnis bisher haben, dann haben sie einen ersten Eindruck bekommen, was ich meinte, dass das Recht und die rechtliche Argumentation eine Sogwirkung hat, der man sich kaum entziehen kann.

[4:08] Der Einfluss rechtlicher

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