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CL052 Lady Computers: Die vergessenen Pionierinnen der Astronomie
Description
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Wie haben Frauen die Astronomie revolutioniert - und warum kennt kaum jemand ihre Namen? In dieser Podcast-Episode werfen wir einen Blick auf eine oft vergessene, aber bedeutende Gruppe von Frauen in der Astronomie: die „Lady Computers“. Diese Frauen haben zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert hochkomplexe Berechnungen durchgeführt und waren maßgeblich an der wissenschaftlichen Erforschung des Himmels beteiligt - allerdings meist unter prekären Arbeitsbedingungen, mit geringer Bezahlung und kaum Aufstiegschancen. Ohne ihre Arbeit wären viele astronomische Durchbrüche - von der Himmelskartierung bis zur Expansion des Universums - nicht möglich gewesen.
Einleitung
In dieser Folge werfen Eva und Elka nicht nur einen Blick auf die Rechenkünste weiblicher Astronomie-Computer und Rechenhilfen, sondern rechnen auch selbst. Denn unser Hörer Bernd hat uns neben anderen Hörern eine Mail zu Folge 51 von Cosmic Latte, "Die Energie der Sterne!" geschrieben und gefragt, wie viel Leistung eigentlich ein Kubikmeter Sonne hat, und zwar im Vergleich zu einem Komposthaufen - ein Vergleich mit überraschendem Ergebnis!
Sonne vs. Komposthaufen vs. Mensch
Die Sonne ist eine gigantische Kugel aus heißem Plasma, die durch Kernfusion unvorstellbare Mengen an Energie erzeugt. Ihre Gesamtleistung beträgt etwa 3,828×10^26 Watt - eine beeindruckende Zahl! Die Leistung der Sonne pro Kubikmeter ist jedoch erstaunlich gering: nur 0,27 Watt pro Kubikmeter. Ein gut durchlüfteter Komposthaufen kann 100-200 W/m³ erzeugen - das ist mehr als 10 mal so viel wie die Sonne pro Volumeneinheit! Die Wärme entsteht dabei durch die Zersetzung von organischem Material durch Mikroorganismen - ein biologischer, aber äußerst effizienter Prozess.
Noch faszinierender ist der Vergleich mit dem Menschen: Ein Mensch setzt durch seinen Stoffwechsel bei leichter Aktivität etwa 100 Watt Wärme frei. Bei einem Gewicht von 70kg und einer Oberfläche von 2m² ergibt das eine Leistungsdichte von 1,4 Watt pro Kilogramm - die Sonne strahlt dagegen nur 0,0002 W/kg ab! Das bedeutet: Jeder Mensch erzeugt mehr Leistung pro Kilogramm als die Sonne!
Dass die Sonne uns trotzdem mit Energie versorgt, liegt an ihrer schieren Größe! Berechnen können wir das Ganze übrigens mit dem Stefan-Boltzmann-Gesetz - benannt nach den beiden österreichischen Physikern Josef Stefan und Ludwig Boltzmann. Sie fanden heraus, dass die Strahlungsleistung eines Körpers mit der vierten Potenz seiner Temperatur zunimmt: Je heißer also ein Körper ist, desto mehr Energie strahlt er ab. Da die Leistung mit T^4 wächst, erhöht sich bei doppelter Temperatur die Strahlung um den Faktor 16! Damit konnten sie erstmals die Temperatur der Sonne mit 6000K erstaunlich genau berechnen.
Observatorio del Teide
Elka war im Urlaub auf Teneriffa und besuchte dort das Observatorio del Teide, das aufgrund seiner Lage (dem höchsten Berg Spaniens, dem Izaña, auf 2400 Meter Seehöhe) ursprünglich ein guter Ort zur Sternenbeobachtung war. Aufgrund der Lichtverschmutzung hat sich das Observatorium inzwischen auf die Sonnenbeobachtung spezialisiert. Es beherbergt zwei berühmte Teleskope: das Vakuum-Turm-Teleskop (VTT) zur Beobachtung der Sonnenatmosphäre und THEMIS zur Beobachtung des Magnetfelds der Sonne.
Heute ist alles sehr modern und computergesteuert, aber wie war das früher in den Observatorien? Da gab es Computerfrauen, also Rechnerinnen.
Weibliche Computer
Bereits im 17. Jahrhundert g