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Weihnachtsstern retten

Weihnachtsstern retten

Episode 93 Published 1 year ago
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Wie kommt der Weihnachtsstern gut ins nächste Jahr??

Weihnachtsstern retten

Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de

Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de

Die Advents- und Weihnachtszeit können sich viele ohne einen Weihnachtsstern gar nicht vorstellen. Woher kommt er überhaupt?

  • Kaum zu glauben, aber die Geschichte hat mit Mittelamerika und Hollywood zu tun und mit einem Deutschen, der ihn überhaupt erst zu einem Weihnachtssymbol gemacht hat.

Jetzt bin ich aber gespannt, was du zu erzählen hast!

  • Ursprung: Mexiko (Hochebenen).
  • Um 1800 brachten Forschungsreisende ihn nach Europa (botanische Gärten).
  • Aber der Durchbruch passierte in den USA.
  • 1828 nahm der amerikanische Botschafter Joel Robert Poinsett eine Pflanze mit nach Hause, daher auch der Name „Poinsettie“.
  • Die Amerikaner waren begeistert, und die Poinsettie verbreitete sich schnell.
  • In den wärmeren Regionen der USA verwilderte der Weihnachtsstern und wuchs als bis zu 5 Meter hoher Strauch.

Dann ist der Weihnachtsstern also – um den Dreh nach Hollywood zu finden – wild in Kalifornien gewachsen?

  • Ja, genau. Der deutsche Auswanderer Paul Ecke fand die Pflanze auch schön.
  • Anfang des 20. Jahrhunderts verkaufte er zur Weihnachtszeit geschnittene Weihnachtsstern-Stiele auf dem Sunset Boulevard in Hollywood.
  • Sein Sohn sorgte durch Werbung und PR dafür, dass der Weihnachtsstern einen festen Platz in der amerikanischen Weihnachtstradition bekam.
  • Ab den 1950er Jahren gelang es den Züchtern, die Pflanze auch als kleine Zimmerpflanze anzubieten.
  • Der Rest ist Geschichte. Heute werden jährlich 30 Millionen Weihnachtssterne in Deutschland verkauft.

Was für eine Story! Aber manchmal geht der Weihnachtsstern so schnell ein. Woran liegt das?

  • Meistens daran, dass er im Handel keinen guten Platz hatte.
  • Der Weihnachtsstern mag es hell, warm (15 bis 22 Grad) und vor allem ohne Zugluft.
  • Auf Temperaturen unter 12 Grad oder Zugluft reagiert er mit Blattfall – manchmal auch erst Tage später.
  • Gut einpacken auf dem Nachhauseweg und daheim an einen optimalen Standort stellen!
  • Wenn die Blätter gelb werden und dann abfallen, steht der Weihnachtsstern zu nass.
  • Er darf nicht austrocknen, aber fast noch schlimmer ist zu viel Wasser. Staunässe vermeiden.

Worauf sollte man noch beim Einkaufen achten?

  • Darauf, dass die Blüten noch geschlossen sind.

Das verstehe ich nicht. Die Blüten sind doch immer auf!

  • Das, was man landläufig beim Weihnachtsstern als „Blüte“ bezeichnet, ist in Wahrheit bunt gefärbtes Laub, sogenannte Hochblätter oder Brakteen.
  • Der Weihnachtsstern nutzt sie in seiner Heimat, um bestäubende Insekten anzulocken.
  • Die wahren Blüten sind die kleinen Knubbel in der Mitte. Bei frischen Weihnachtssternen sind sie gelbgrün gefärbt, bei alten eher bräunlich.

Du sagtest, wilde Weihnachtssterne sind Sträucher. Heißt das, das auch die Topfpflanzen mehrjährig sind?

  • Richtig, Weihnachtssterne sind mehrjährig, auch wenn sie oft wie Wegwerf-Pflanzen behandelt werden.

Wie rette ich einen Weihnachtsstern bis ins nächste Jahr?

  • Zuerst muss er die Advents- und Weihnachtszeit überstehen.
  • Auf Licht, Temperatur (15 bis 22 Grad), Zugluft und vor allem aufs Gießen achten (die meisten Weihnachtssterne sterben an Zugluft und zu viel Wasser).
  • Irgendwann sind die grüngelben Blüten in der Mitte der bunten Hochblätter verblüh
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