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Die Woche #2 – Der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

Episode 2 Published 6 years, 1 month ago
Description
Willkommen zu Folge 2 unseres Podcasts!

Im Gespräch Mit IVFP-Chef Michael Hauer

Corona-Krise – war da was? Wenn man sich den Stand des Dax diese Woche anschaut, könnte man meinen, dass wir gar nicht mitten in einer Pandemie stecken. Der deutsche Leitindex übersprang in dieser Woche nonchalant die 13.000-Punkte-Marke. Anfang/Mitte März sah das aber noch ganz anders aus. Innerhalb von zwei Wochen kachelte der Dax von knapp 12.130 auf 8.440 Punkte ab. Jetzt sind es wie gesagt wieder über 13.000. Und wie sieht es in drei Monaten aus? Zweite Corona-Welle? Wieder ein Crash? Keiner weiß es.

Sind fondsgebundene Versicherung, die auf die Aktienmärkte als Renditequelle setzen, aber vor diesem Hintergrund geeignet für die Altersvorsorge. Kurz – können Fondspolicen Krise? Das fragten wir Michael Hauer. Er ist Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP), und stand uns im bayerischen Altenstadt Rede und Antwort.

Die News der Woche, Teil 1

Droht ein dramatischer Vermittlerrückgang?

Dass die Zahl der Versicherungsvermittler in Deutschland abnimmt, ist fast schon eine Binsenweisheit – und bedarf eigentlich keiner Nachricht. Doch diese Marktprognose hat’s wahrlich in sich: Rund jeder vierte Versicherungsmakler soll bis 2025 verschwunden sein. Dieses, wenn man so will, „Turbo-Vermittlersterben“ konnte man diese Woche einer Studie der Unternehmensberatung EY Innovalue entnehmen. Darin wird von einem Rückgang der Versicherungsmakler in Deutschland um 18 bis 23 Prozent bis zum Jahr 2025 ausgegangen – von den aktuell 46.000 registrierten Makler könnten in wenigen Jahren also nur noch gut 35.000 übrig bleiben. Die gebundenen Vermittler erwischt es demnach sogar noch heftiger: Von den derzeit rund 120.000 Vertretern bliebe in fünf Jahren nur noch ein Drittel übrig.

Die Gründe hierfür erläutert Julia Palte, Partnerin bei EY Innovalue, so: „Neben dem Einfluss von Covid 19 führen zunehmende regulatorische Anforderungen und vor allem die Überalterung zu rückläufigen Zahlen der aktiven Makler.“ Dabei stünden vor allem „die Einzelkämpfer der Einzel- und kleineren Mittelstandsmakler unter Druck“. Und auch bei Pools und Vermittlerorganisationen setze sich der Konsolidierungstrend fort, sagt Palte.

Tja, und die Ausschließlichkeitsagenten seien „zwar kurzfristig durch die Unterstützung der Versicherer gut gewappnet“, heißt es, gleichwohl bleibe „der Trend zum Ausscheiden älterer Vermittler oder von Vermittlern mit hohem Leben-/Kranken-Fokus bestehen“. Dies gelte insbesondere, „wenn die Vermittler die digitalen Möglichkeiten der Kundeninteraktion nicht nutzen“, wie Tobias Schulz, Director bei EY Innovalue, betont.

Die Autoren sehen hier in der Corona-Pandemie gewissermaßen einen Brandbeschleuniger. „Die nach wie vor relevanten Kontakt- und Mobilitätsbeschränkungen haben einen deutlichen Einfluss auf den Vertrieb“, heißt es. Hinzu komme die Verunsicherung der Privat- aber auch der Firmenkunden, die für Zurückhaltung beim Neugeschäft und Abrieb im Bestand sorgten.

Und „Zurückhaltung beim Neugeschäft“ ist dabei eher noch höflich ausgedrückt. Denn hier kommen die weiteren Schock-Zahlen der EY-Berater: Für 2020 rechnen die Studienautoren mit einem Einbruch des Neugeschäfts in der Lebensversicherung von 23 bis 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Und dem PKV-Neugeschäft drohen demnach Einbußen von 22 bis 29 Prozent. Vergleichsweise glimpflich käme das Komposit-Privatkundengeschäft mit einem Minus von 2 bis 3 Prozent davon. Hier sehe man „den generellen Wachstumstrend nicht gebrochen, sondern zeitlich verschoben“, so die Autoren.<

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