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Back to EpisodesDie Woche #3 – Der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden
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Im Gespräch Mit Rechtsanwalt Daniel Berger
Mitten in der Haupturlaubssaison tritt die Novellierung einer Verordnung in Kraft, die es durchaus in sich hat. Die Finanzanlagenvermittlungsverordnung, kurz FinVermV, geht morgen an den Start. Besonders eine Änderung sorgte im Vorfeld schon für das ein oder andere Augenrollen in der Vermittlerschaft – das sogenannte Taping. Zu Deutsch: Die Pflicht zur Aufnahme von telefonischen Beratungsgesprächen mit dem Kunden. Muss dabei das ganze Telefonat aufgezeichnet werden? Was machen Vermittler, wenn der Kunde gar nicht aufgenommen werden will? Und welche weiteren Änderungen bringt die neue FinVermV mit sich? Diese Fragen beantwortet Rechtsanwalt Daniel Berger von der Kanzlei Wirth Rechtsanwälte, den wir aus Berlin zugeschaltet haben.
Die News der Woche, Teil 1
Tesla sucht nach "revolutionären" Aktuaren
Tesla-Chef Elon Musk will mehr als nur Autos und Raketen bauen – in Kürze sollen auch Versicherungen dazukommen. Die Pläne des schillernden Top-Managers sehen vor, dass der Autobauer aus Kalifornien demnächst auch in Deutschland mit einer eigenen Versicherungsgesellschaft präsent ist. Die neue Gesellschaft soll Kfz-Policen für Tesla-Fahrer zur Verfügung stellen – und natürlich sollen diese mindestens ebenso revolutionär daherkommen wie die eigenen Autos.
Für Berlin sucht Tesla bereits einen Versicherungsmanager – und das dürfte erst der Anfang sein. Denn nun hat Musk höchstpersönlich um die Dienste von Versicherungsmathematikern geworben. Für deren Beruf hege er „großen Respekt“, sagte er kürzlich in einer Web-Konferenz – für die Arbeit der Versicherer gilt das wohl nicht so sehr: Tesla brauche „revolutionäre Aktuare“, denen ihre Branche zu langsam sei, tönte Musk.
Und in dieser Tonlage ging es dann auch weiter: „Wir bauen ein großartiges, bedeutendes Versicherungsunternehmen auf“, versprach er – und umgarnte potenzielle Bewerber regelrecht: „Wenn Sie an revolutionärer Versicherung interessiert sind, kommen Sie bitte zu Tesla.“
Tja, wie revolutionär diese Versicherung am Ende sein wird, steht allerdings noch in den Sternen – womöglich droht sogar eine Entzauberung der vermeintlichen Wunder-Police. Denn Berechnungen des Vergleichsportals Verivox ergaben folgendes: Der Preisunterschied zwischen der Versicherung für die Tesla-Modelle und für andere Fahrzeuge in Deutschland fällt sehr viel niedriger aus als im Heimatland des Herstellers.
KURZUM: Der hart umkämpfte deutsche Kfz-Versicherungsmarkt könnte sich für Tesla noch als harte Nuss erweisen. Man erinnere sich an die aggressive Wachstumsstrategie des US-Lebensmittelgiganten Walmart. Dieser unterschätzte die Konkurrenz durch die hiesigen Lebensmittel-Discounter – und verabschiedete sich hierzulande rasch wieder von den ehrgeizigen Eroberungsplänen.
Immerhin könnte Tesla von der hohen Markenloyalität seiner Fahrer profitieren – ein Vorteil, den Walmart damals nicht für sich beanspruchen konnte. Außerdem sollten die einheimischen Kfz-Versicherer nicht den unbedingten Siegeswillen des Tesla-Chefs unterschätzen. So machte Musk am Mittwoch noch einmal deutlich, dass „seine“ Versicherung „eine ganz spezielle werden soll“.
Der Schlüssel dazu sieht so aus: Die vom jeweiligen Auto erfassten Daten sollen zunächst dazu genutzt werden, um ein Fahrer-Profil zu erstellen. Auf dieser Grundlage soll dann die Wahrscheinlichkeit von Unfällen berechnet werden, wonach sich wiederum die monatliche Prämie für die Tesla-Versicherung bemisst. „Keine andere Versicherung könne – die Zustimmung des Kunden vorausgesetzt – derart viele Informationen auswerten wie Tesla“, sagte der Finanzchef des Unternehmens, Zachary Kirkho