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Die Woche #8 – Der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

Episode 8 Published 6 years ago
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Willkommen zu Folge 8 unseres Podcasts!

Im Gespräch Mit Klaus Hermann, Versicherungsentertainer, Buchautor und Makler

Klaus Hermann steht als sogenannter Versicherungsentertainer regelmäßig auf der Bühne – und schont seine Branche dabei nicht. „Seine Branche“ deshalb, weil er als einstiger Versicherungsagent und heutiger Makler mittendrin im Geschehen steht. Bei allem Spaß und viel Selbstironie treibt ihm aber ein ernstes Thema um – nämlich dabei mitzuhelfen, das Image des Versicherungsvertriebs zu verbessern. Und da schlummert bekanntlich noch viel Potenzial. „Ich bin kein Klinkenputzer“ hieß sein jüngstes Buch – mit dem bezeichnenden Untertitel „Eine Liebeserklärung an die Versicherungsbranche“. Dass er das tatsächlich so empfindet, merkte man ihm in unserem Gespräch an, dass wir per Schalte nach Münster führten.

Die News der Woche, Teil 1 Wirecard-Aktien als Altersvorsorge?

„Ich habe die Aktie als solide Geldanlage eingeschätzt“ – der Wirecard-Skandal hat den 68 Jahre alten Berliner Wolfgang Sandkötter hart getroffen. Der Diplom-Ingenieur hat laut dem Nachrichtenportal „T-Online.de“ 75.000 Euro in Aktien des Zahlungsdienstleisters investiert – sie hätten seine Altersvorsorge werden sollen. Tausende weitere deutsche Anleger erging es ähnlich. Allein bei Sabine Mulla lösten sich 25.000 Euro in Luft auf, die die 68-Jährige in den vermeintlich seriösen Dax-Konzern investierte, der sich auf Augenhöhe mit der Hightech-Welt des Silicon Valleys sah.

Sie habe auf jeden Fall in Aktien investieren wollen, erklärte Sabine Mulla, da andere Anlageformen kaum Erträge böten. Also ließ sie sich im Sommer 2019 ihremn Bausparvertrag auszahlen – und das Schicksal nahm seinen Lauf. In ihrer Not wenden sich die geschockten Anleger nun an Anwälte. Diese sollen gewissermaßen retten, was wohl kaum noch zu retten ist.

Dem Berliner Anwalt, Fabian Tietz, etwa, schlossen sich laut „T-Online.de“ rund 70 Geschädigte an. Ihr Verlust durch Wirecard-Aktien belaufe sich auf rund eine Million Euro. „Ich habe gleich vier Strafanzeigen gestellt“, so der Anwalt. „Eine gegen den Wirecard-Vorstand wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung, eine gegen den Aufsichtsrat, der den Vorstand womöglich nicht stark genug kontrolliert hat.“ Zudem habe er die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young – kurz EY – sowie die Aufsichtsbehörde Bafin im Visier. Beide hätten bei der Bilanzprüfung kläglich versagt, findet Tietz.

Tja, und wie stehen die Chancen auf einen Sieg vor Gericht? Ungewiss, meint Anwalt Tietz. Lange werde das Verfahren dauern und viel kosten werde es. „Da Wirecard selbst insolvent ist und auch Ex-Chef Markus Braun nur schwer belangt werden kann, rechnen wir uns die größten Chancen bei der Haftung von EY aus“, so Tietz.

Ziemlich gewiss ist hingegen, dass der Wirecard-GAU ein herber Schlag ist für die deutsche Aktienkultur, die sich im Grunde ja nie ganz erholt hat vom Niedergang der vermeintlichen „Volksaktie“ der Deutschen Telekom, die in den Nullerjahren nach dem Platzen der Dot.Com-Blase massiv in Mitleidenschaft gezogen wurde.

So gesehen dürfte sich FDP-Chef Christian Lindner wie ein moderner Don Quijote fühlen. Denn er forderte diese Woche in einem Interview mit der „Rheinischen Post“, dass das Aktiensparen für die Altersvorsorge gestärkt werden müsse. Wer ein Wertpapier fünf Jahre halte, müsste es steuerfrei verkaufen dürfen, forderte der Politiker – und das finden auch die Nutzer der Pfefferminzia-Facebook-Seite: Sat

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