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Alles voller Himbeeren

Alles voller Himbeeren

Episode 88 Published 1 year, 2 months ago
Description
Leckeres Beerenobst bis in den Herbst

Alles voller Himbeeren

Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de

Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de

Himbeeren kennen ja die Auskenner aus dem Wald – sind das ausgebrochene Garten-Himbeeren, oder sind die wirklich heimisch bei uns?

  • Ja, sie sind tatsächlich heimische Sträucher, was ja nur für wenige Obstarten gilt
  • Sind verwandt mit den Rosengewächsen, zu denen auch Apfel und Mandel, aber auch Erdbeere und sogar Stauden zählen
  • Fun-fact: Wild- und Honigbienen stehen total auf die Blüten, obwohl die so unscheinbar sind!

Jetzt habe ich gehört, es gibt Sommer-Himbeeren und Herbst-Himbeeren. Werden die zu unterschiedlichen Zeiten reif?

  • Ja, ganz genau.
  • Sommer-Himbeeren bilden Blüten und Früchte an den Trieben aus dem Vorjahr. Sie werden reif im Früh- und Hochsommer.
  • Herbsthimbeeren dagegen entwickeln sich schneller, sie fruchten im Jahr des Austriebs, dafür sind die Früchte natürlich später reif, also im Herbst. Je nach Sorte kannst du zwischen August und Oktober ernten.
  • Die gute Nachricht für Himbeer-Fans: Du kannst, allein durch die Sortenwahl, von Juni bis Oktober ernten.

Wachsen Himbeeren so wie die im Wald?

  • Im Prinzip ja. Nur, dass die Kultursorten nicht nur größere Früchte tragen, sondern auch höher werden.
  • Mit 1,5 bis 2 m Höhe kannst du rechnen.
  • Die Himbeeren treiben aus den Wurzeln aus, und viele Sorten machen auch unterirdische Ausläufer. Das heißt, sie können 0,5 bis 1 m entfernt von der Hauptpflanze neue Triebe aus dem Boden schieben.
  • Tatsächlich sind Himbeeren übrigens keine Beeren, sondern Sammelfrüchte, die sich aus vielen kleinen, miteinander verwachsenen Steinfrüchten zusammensetzen

Was für einen Standort mögen die denn?

  • Sie mögen es gern sonnig und windgeschützt, aber ein bisschen Schatten vertragen sie schon auch.
  • Der Boden sollte humusreich sein und kann leicht sauer sein, also pH so um 5,5 bis 6
  • Was sie gar nicht mögen, ist Staunässe, also auch sehr feste Böden. Wer so einen Boden hat, kann ihn aber mit viel Kompost und Sand lockerer bekommen
  • Und vorher sollten keine anderen Himbeeren, Taybeeren (Kreuzung aus Brom- und Himbeere) oder Brombeeren dort gestanden haben

OK, Standort ist gefunden, wie geht es jetzt weiter?

  • Mit der Pflanzung. Am besten ab Oktober bis zu den ersten Frösten
  • Vorher hast du dir natürlich die Sorten ausgesucht.
  • Du kannst von gelb über Rosa bis Dunkelrot alles bekommen.
  • Oder du suchst nach stachellosen Sorten
  • Und natürlich überlegst du dir, wann du ernten möchtest, und spielst mit den verschiedenen Ernteterminen. Und wählst entsprechen Sommer- oder Herbsthimbeeren.
  • Und dann sorgst du für ein stabiles Spalier

Warum brauche ich denn sowas? Und wie soll denn so ein Spalier aussehen?

  • Wenn die Früchte dranhängen, auch wenn sie ja nicht so riesig werden, werden die weichen Triebe ganz schön belastet und hängen über.
  • Außerdem gelangt durch das Anbinden mehr Luft an die Blätter, was Pilzkrankheiten verhindern hilft.
  • Du brauchst stabile Pfosten von 1,8 bis 2 m Länge, z.B. Vierkanthölzer, außerdem Bodeneinschlaghülsen. Oder du hast wie wir Freunde, die an Akazienhölzer kommen. Die verrotten nicht und können direkt in den Boden geschlagen werden.
  • Dann brauchst du noch gummierten Gartendraht. Davon brauchst du reichlich, denn am besten befestigst du die Drähte in 30, 100 und 170 cm Höhe, und spannst sie richtig fest.

So, jetzt habe ich di

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