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Kultur und Medien, 3Sat, Springer, SALON-Teaser
Description
Wer über Arbeitslosigkeit als notwendiges Übel nachdenkt, das von der Natur gegeben und von heldenhaften Politikern abzuwenden ist, könnte in die Ecke der Marxisten gestellt werden. Denn damals dachte man so – mit Recht. Als „Das Kapital“ erschien, verdoppelte sich die Bevölkerung in 50 Jahren. Das ist eine Ewigkeit her. Und heute? Die Bevölkerungsexplosion ist vorbei, das Elend ist eingedämmt, und trotzdem bleiben die Mythen, dass irgendwer sich gegen Gottes Plan wehrt und mit Bürgergeldentzug zur Arbeit zu zwingen ist. Was ist da los? Falsche Begriffe von „Arbeit“, „Geld“, „wirtschaftlichem Nutzen“ und „Kredit“, sagt Philippa Sigl-Glöckner. Sie stellt in ihrem spektakulären Buch über „Gutes Geld“ wirklich alles vom Kopf auf die Füße. Wir besprechen es ausführlich. Danach trägt Wolfgang ein Requiem vor, und Stefan kritisiert Hararis „Nexus“. Außerdem besprechen wir heute den aktuellen GegenStandpunkt und geben der Redaktion ein paar überhebliche Empfehlungen.
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Literatur
- Heute erscheinen die Schuldenregeln in Deutschland und der EU wie mathematische Gesetze, dabei haben machtgetriebene Politiker sie erfunden und wussten dabei selbst nicht, wie ihnen geschah. In ihrem Buch “Gutes Geld” erzählt Philippa Sigl-Glöckner die Historie der Schuldenregeln und zeigt, wie man daraus ausbrechen könnte. luebbe.de
- Der Autor Alexander Schnickmann legt mit “Requiem” einen Roman in Versen vor, dessen Sprachkunst originell und ungeheuer virtuos ist. Der Weltuntergang kann sehr poetisch sein. matthes-seitz-berlin.de
- Yuval Noah Hararis neues Buch „Nexus“ ist zu lang und inhaltlich eher enttäuschend. Man wünscht sich mehr Analyse seiner Ideen, bekommt aber vor allem hunderte Seiten überflüssige Illustrationen. penguin.de
- Die linksradikale, staatskritische Zeitschrift “Gegenstandpunkt” führt ein Nischendasein, wir haben uns die aktuelle Ausgabe angesehen. gegenstandpunkt.com
- Degrowth-Studien