Episode Details
Back to EpisodesAuf eine mehrstündige Fahrt mit Skodas neuem großen ENYAQ iV - selten hat Strom so viel Spaß gemacht!
Description
Ich bin ja schon einige Stromer gefahren, reine Stromer. Echte Stromer. Nur Akkus, sonst nichts. Und dann kündigt Skoda im letzten Jahr aus dem Nichts einen 100%igen Stromer an - der auf der internen Plattform der SUVs aufsetzen soll. Schnell waren erste Bild, YouTube-Promo-Videos ("Papa, sind wir schon da?" - "NEIN!" - "...was für ein Glück!") und technische Daten da... nur ein Datum, ab wann er denn endlich beim Händler steht, blieb uns Skoda schuldig. Und dann, vor einigen Wochen, ging alles ganz schnell. Also: wie fährt sich der ENYAQ iV in der großen Ausführung denn so? Spoiler: ich habe tatsächlich einen Tag darüber nachgedacht, einen zu bestellen...!
Vorab: ich packe euch in den Blog und im PodCast in die Shownotes ein paar (360-Grad-)Bilder. Leider ist WordPress nicht in der Lage, diese sphärisch darzustellen, ich hoffe euch aber trotzdem einen kleinen Einblick über ein großartiges Auto zu geben!
Was soll man schon machen, wenn der eigene Skoda ganztags im Kundendienst ist? Ganz klar, den ENYAQ resverieren und fast vier Stunden alleine durch die Landschaft schießen. Ja, ich weiß, was euch interessiert: bei 160km/h ist Schluss. Trotz seines unfassbaren Gewichts zischt er ab, dass so mancher 3-Liter-Motor manch bayrischer Herstellermarke so seine Schwierigkeiten hatte. Wobei: Ein Motor mit direkter Übersetzung auf die Reifen kann der beste "Sportwagen" mit Getriebe und Antriebsstrang nun mal nicht einholen.
Die Dimensionen: knappe 4,7 Meter lang, fast 1,9 Meter breit. Die kleine Variante kommt mit 180, die große mit 204 PS. Für die Ladezeit, wenn genug Power, idealerweise 100kW, da ist, solltet ihr vom 10% Restakku auf 80% im kleinen ca. 40, im großen, der 125 kW vertragen kann, gute 35 Minuten mitbringen. Und jetzt der spannedste Punkt, die Reichweite: die kleine Version holt nach WLTP, ganz klar nach Fahrtyp, max. 390 Kilometer aus den Akkus, die große Variante um die 500 Kilometer. Berlin - Bayern, das ist eine Aussage!
Auch die Ausstattung kann sich sehen lassen. Der für mich wichtigste Punkt: ENDLICH IST ANDROID AUTO mit an Board und das sogar in der neuesten Variante, die kein Kabel mehr braucht, sondern die Bluetooth-Verbindung der Freisprecheinrichtung mitbenutzt. Die Umsetzung ist raffiniert gemacht und dank des großen Displays nach einiger Eingewöhnung leicht zu bedienen.
Sonst sind die gängigen Sensoren für Level-2 autonomes Fahren an Board, zusätzlich das von VW bereits im Arteon vorgestellte System, dass im Falle eines "Zusammenbruchs" des Fahrers, den Wagen selbstständig zum Stillstand bringt und während dieses Manövers automatisch die Warnblinkanlagen aktiviert und die Steuerung übernimmt. Level-3 Möglichkeiten konnte ich keine finden - würde mich aber nicht verwundern, wenn der ENYAQ auch das kann!
So sieht die Kommandozentrale im ENYAQ aus / Bild-Quelle: privat[/caption]Ich hasse ja Autofahren, aber in Stromern ist es, zumindest aktuell noch, immer ein besonderes Erlebnis. So auch im ENYAQ. Ich hatte ihn mit knapp 200 Restkilometern auf der Akku-Uhr übernommen und bin kanppe zwei Stunden und gute 180 Kilometer über Land, Stadt, Autobahn und ein wenig Feldweg gefahren. Die Rekuperation ist, trotz des Gewichts, kaum zu nutzen, auch nicht bergab. Dank dem geteilten Display findet man schnell heraus, dass diese bereits greift, wenn man nur noch leicht auf dem Gas steht - aber recht viel mehr auch nicht kommt. Ich dachte eigentlich, wenn man den Wagen mit Fuß vom Gas einen Berg herab rollen lässt, bringt das Eigengewicht gewaltig Geschwindigkeit auf die Straße und parallel gleich mal zwei, drei Kilometer auf die Uhr. Weit gefehlt - der Wagen ist dafür einfach zu schwer.
[caption id="attachment_3565" align="aligncenter" width="5376"] 360 Grad ENYAQ von der Rückbank aus - Einkäufe bitte ignorieren! / BIid-Quelle: privListen Now
Love PodBriefly?
If you like Podbriefly.com, please consider donating to support the ongoing development.
Support Us