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Back to EpisodesDie Woche #190 – Der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden
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Moin aus Hamburg und herzlich Willkommen zu Folge 190 unseres Podcasts. Heute ist Freitag, der 19. Juli 2024.
Und diese Themen haben wir heute für Sie: • Im Schmolltalk begrüßen wir unsere neue Kollegin, Barbara Bocks. • Mit Martin Nitsche, Präsident des DDV Deutschen Dialogmarketing Verbands, sprechen wir über künstliche Intelligenz. • Und in den News der Woche schimpft die Stiftung Warentest über Indexpolicen. Die deutschen Versicherer ziehen vors Bundesverfassungsgericht. Der Bundesbankchef fordert ein steigendes Renteneintrittsalter. Und das Analysehaus Infinma hat untersucht, wie viel Geld von Fondspolicen in nachhaltigen Fonds steckt.
Aus der Redaktion (#Schmolltalk) Wir haben eine neue Kollegin, Barbara Bocks, und fragen sie, wie sie etwa zu Versicherungen steht, ob sie Podcasts mag und welche Themen ihr am Herzen liegen.
Im Gespräch Mit DDV-Präsident Martin Nitsche Die Euphorie ist groß, ziemlich groß. Doch wer von künstlicher Intelligenz (KI) regelrechte Geniestreiche erwartet, könnte vielleicht enttäuscht werden. Denn sie ist alles andere als genial. Sie kann sogar mal einen schlechten Tag haben, erklärt uns Martin Nitsche, Präsident beim DDV Deutschen Dialogmarketing Verband. Und dann erklärt er, was in seinen Augen die eigentliche technische Revolution ist. Dabei geht es auch um … die BWLer werden jetzt jauchzen … um Grenznutzen und Grenzkosten.
Die News der Woche Indexpolicen sind etwas für vorsichtige Anleger. Sie versprechen Sparern, dass sie von den Renditen der Aktienmärkte profitieren und dabei weit weniger Risiken eingehen als mit direkten Börseninvestments. Klingt erstmal super, funktioniert aber in den seltensten Fällen.
Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine aktuelle Studie der Stiftung Warentest beziehungsweise deren Ableger Finanztest. Die Verbraucherschützer haben im Juli 2024 zwölf Tarife untersucht. Darunter Allianz Index-Select, Ergo Vorsorge Rente Index, Nürnberger Dax-Rente, Volkswohl Bund Klassik Modern und R+V Privatrente IndexInvest. Und das Fazit klingt ernüchternd: „hohe Kosten, maue Verzinsung und oft kompliziert konstruierte Beteiligungen am Indexerfolg“.
Bei der Allianz beispielsweise hätte es nur in 37 der simulierten 100 Einjahreszeiträume eine Rendite über null gegeben, 63-mal nichts. Im Schnitt lag die Rendite bei 1,64 Prozent. Der Grund: Kursverluste an der Börse schlügen voll ein, so die Stiftung Warentest. Kursgewinne dagegen seien gedeckelt.
Zwar sei ein einmal erreichtes Vertragsguthaben der Kunden tatsächlich gesichert – allerdings sei es aufgrund der hohen Kosten in den ersten Jahren nach Vertragsabschluss deutlich geringer als die Einzahlungen, schimpfen die Verbraucherschützer weiter.
Diese Kritik an Indexpolicen ist aber nichts Neues. Die Stiftung Warentest rät seit Jahren von diesen Finanzprodukten ab und rät Kunden lieber, O-Ton, „auf ETF-Sparpläne oder günstige Fondspolicen“ zu setzen.
Jingle Ein neues Gesetz sorgt unter Finanzverbänden für wenig Begeisterung. Der Versichererverband GDV ist aber richtig auf Zinne und hat gegen das Vorhaben zusammen mit 22 Unternehmen eine Verfassungsbeschwerde eingereicht. Was ist denn da los? Nun, Stein des Anstoßes ist das Zukunftsfinanzierungsgesetz, das im Januar 2025 in Kraft tritt. Darin gibt es unter anderem die Regelung, dass Kreditnehmer frühestens eine Woche nach dem Darlehensvertrag eine Restschuldversicherung abschließen dürfen. Cooling-Off-Phase nennt man das dann, und die haben vor allem Verbraucherschützer gefordert. Sie halten die Policen oft für überflüssig und zu teuer.
Beim GDV hält man diese Cooling-Off-Phase hingegen für europarechtswidrig. Ähnlich hatte sich schon der Bankenfachverband im vergangenen Jahr geäußert. Beide Verbände verweisen dabei auf die EU-Verbraucherkreditrichtlinie. Demnach dürfe man zwar Restschuldversicherungen nicht an einen Kredit koppeln, wohl aber mit ihm „bündeln“. Letzteres