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Kräuterbeet anlegen

Kräuterbeet anlegen

Episode 79 Published 1 year, 7 months ago
Description
Aromatische Kräuter selbst anbauen

Kräuterbeet anlegen

Eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de

Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de

Ich möchte ein Kräuterbeet anlegen, weiß aber nicht, wie ich es angehen soll… Was muss ich denn als erstes tun?

  • Zuerst solltest du dir überlegen, welche Kräuter du anpflanzen willst. Wofür brauchst du sie? Für mediterrane Küche? Für einen Tee? Fürs Salatdressing?
  • Und wieviel Platz möchtest du ihnen einräumen – also bist du eine Kräuterhexe, oder eher nicht so.

Sagen wir, für die mediterrane Küche.

  • Ok. Mediterrane Kräuter mögen es warm und sonnig. Wir suchen also nach einem Plätzchen im Garten nahe am Haus, das möglichst viel Sonne abbekommt.
  • Haben wir das gefunden, geht’s an die Bodenvorbereitung:
  • Ärmel hochkrempeln und Boden lockern. Steine und Unkraut entfernen nicht vergessen.
  • Sehr schweren Boden verbessern wir mit Sand oder feinem Kies (10-30l/q), wenn wir mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Salbei und Oregano anbauen wollen.
  • Tipp: Bei richtig schlechtem Boden füllen wir einfach einen Palettenrahmen mit der torffreien Erde, die wir brauchen.

Das klingt anstrengend, aber machbar. Und dann?

  • Dann kommt schon der schönste Teil, das Einpflanzen.
  • Wir setzen den Wurzelballen in ein Loch, das doppelt so groß ist wie er selbst und füllen das Loch mit NeudoHum Kräuter- und AussaatErde auf.
  • Dabei achten wir darauf, den Pflanzen genügend Platz zu geben. Manche (Liebstöckel) können ganz schön groß werden und ihren Nachbarn Licht, Wasser und Nährstoffe rauben.
  • Andere wie Melisse und Pfefferminze neigen dazu Ausläufer zu bilden. Um zu verhindern, dass sie das sie andere Pflanzen verdrängen, bauen wir eine Wurzelsperre ein.
  • Nicht alles verträgt sich mit jedem. Dill und Estragon sind z.B. keine guten Partner.
  • Vor dem Einsetzen die Ballen wässern und nach dem Einsetzen das Gießen nicht vergessen.

Was muss ich sonst noch machen?

  • Gießen, wenn die Erde abgetrocknet ist.
  • Von April bis Oktober 1x im Monat flüssig düngen mit organischem BioTrissol Kräuter Dünger (Lavendel mit festem Azet LavendelDünger)
  • Fleißig ernten – aber auch mal was blühen lassen. Wildbienen lieben z.B. Thymian-Blüten
  • Unkraut jäten
  • Kräuter, die überwintern, im Frühling um die Hälfte zurückschneiden
  • Je nach Lage kann ein Winterschutz notwendig sein (Kahlfrost, Frosttrocknis)

Was ändert sich, wenn ich Salatkräuter wie Petersilie, Schnittlauch oder Dill anbauen will?

  • Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Dill, Kerbel, Koriander und Estragon haben andere Bedürfnisse. Sie mögen es feuchter und sie brauchen weniger Sonne, aber mehr Nährstoffe und mehr Humus im Boden.
  • Am besten legen wir für sie ein weiteres Beet an einem halbschattigen Standort an.
  • NeudoHum PflanzErde oder eigener Kompost (10l/qm) verbessern den Boden für die Kräuter, die Halbschatten mögen.
  • Auch Pfefferminze gedeiht im Halbschatten besser
  • Wildkräuter wie Sauerampfer, Hirschhirnwegerich und Kleiner Wiesenknopf sind mal was anderes im Salat.
  • Die Kräuter im Halbschatten brauchen mehr Wasser als mediterrane Kräuter. Aber nicht zu viel. Staunässe mag echt nur Brunnenkresse.
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