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Back to EpisodesDie Woche #40 – Der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden
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Im Gespräch Mit Dietmar Bläsing, Volkswohl Bund Dietmar Bläsing ist Vorstandssprecher des Volkswohl Bunds – und das ist durchaus wörtlich zu verstehen, denn Bläsing ist das, was man gemeinhin als „geradeheraus“ bezeichnet. Auch in unserem nun folgenden Gespräch nimmt er kein Blatt vor dem Mund. So mag er beispielsweise nicht an einen Zufall glauben, dass das SPD geführte Bundesfinanzministerium in dieser Woche eine Senkung des Höchstrechnungszinses in der Lebensversicherung besiegelt hat ohne zugleich den Beitragserhalt in der Riester-Rente kippen zu wollen. Denn dadurch würde ein Provisionsdeckel durch die Hintertür – beziehungsweise „durch die kalte Küche“ – geschaffen, um es mit Bläsings Worten zu sagen. Wie er das genau meint und ob der Riester-Rente nun womöglich das Aus beim Volkswohl Bund droht, erklärt er uns gleich im Interview. Darin sagt er auch, warum die Kritik an einer zu hohen Kostenbelastung von Riester-Verträgen zu kurz springe und er verrät uns, was ihn zuletzt maßlos geärgert hat – aber zum Glück auch, woran er sich in der ermüdenden Zeit der Pandemie erfreuen konnte. Jetzt geht’s los.
An dieser Stelle wie immer ein kleiner Dank an unseren Sponsor – die Zurich Gruppe Deutschland.
Die News der Woche, Teil 1 Vielleicht haben Sie ja gerade im Interview gehört, wie Volkswohl-Bund-Chef Dietmar Bläsing über die Probleme denkt, die der Riester-Rente drohen. Das Thema begleitet uns nun auch in den News der Woche. Eine „De-facto-Beerdigung“ des Vorsorge-Klassikers sei zu befürchten, warnte dieser Tage Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Was genau ist passiert?
Nun, Lebensversicherer dürfen vom nächsten Jahr an maximal noch einen Zins von 0,25 Prozent pro Jahr einkalkulieren. Die entsprechende Änderung wurde am Dienstag im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Bisher liegt der Höchstrechnungszins – etwas verkürzt auch Garantiezins genannt – bei 0,9 Prozent. Ihn darf kein Versicherer bei der internen Kalkulation der neuen Produkte überschreiten. Im Grunde begrüßt die Branche diesen Schritt, denn das Dauertiefzinsniveau lastet immer schwerer auf den Bilanzen der Versicherer.
Auch die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) begrüßt den Schritt. Doch dem Verein, der über 5.000 Versicherungsmathematikern als Sprachrohr dient, reicht das nicht – frei nach dem Motto: Wer A sagt, muss auch B sagen. Konkret gesagt: Zugleich müsse bis Jahresende auch das Garantieniveau bei den staatlich geförderten Vorsorgeprodukten gesenkt werden, fordert die DAV. „Denn ohne eine Abkehr von der 100-prozentigen Beitragsgarantie heute gibt es morgen am Markt vermutlich keine Riester-Rente und keine Beitragszusage mit Mindestleistung in der betrieblichen Altersversorgung mehr, über deren Ausgestaltung gesprochen werden kann“, warnte der DAV-Vorstandsvorsitzende Guido Bader.
GDV-Hauptgeschäftsführer Asmussen sieht bereits dunkle Wolken am Riester-Horizont aufziehen: „Viele Riester-Anbieter werden sich ab 2022 vom Markt zurückziehen, weil sie dann den vom Gesetzgeber verlangten 100-Prozent-Beitragserhalt unter dem neuen Höchstrechnungszins nicht mehr garantieren können.“ Und das wiederum führe zu der eingangs zitierten „De-facto-Beerdigung der Riester-Rente“.
Axel Kleinlein, Vorstandssprecher des Bundes der Versicherten (BdV), kann den Thesen der „Versicherungslobbyisten“ vom GDV, wie er am Mittwoch erklärte, nicht sonderlich viel abgewinnen: „Wenn jetzt die Beitragsgarantie der Riester-Rente angefasst wird, dann muss dringend auch der Verrentungszwang fallen,“ forderte Kleinlein. „Aktuell werden Riester- und Rürup-Rentensparerinnen und -Sparer entmündigt, indem sie gezwungen werden, Kundinnen und Kunden bei einer Lebensversicherung zu werden und wertschwache Renten einzukaufen“, schimpfte der Verbraucherschützer.
Damit nicht genug: Ein niedrigerer Re