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DU103 - Auf der Suche nach dem Ursprung des Lebens

DU103 - Auf der Suche nach dem Ursprung des Lebens

Episode 104 Published 2 years, 3 months ago
Description
Und: Sind wir alle Kohlenstoffchauvinisten?

DU103 - Auf der Suche nach dem Ursprung des Lebens

Und: Sind wir alle Kohlenstoffchauvinisten?

In Folge 103 geht es um den Ursprung des Lebens. Wir machen uns auf die Suche nach Staub, extraterrestrischen Peptiden und der Antwort nach der Frage, wo das Leben entstanden ist: Auf der Erde oder im Weltall? Außerdem diskutieren wir darüber, ob eine kosmologische Revolution bevorsteht, warum Voyager 1 wieder mit uns spricht und mit Evi schauen wir den Film “Evolution” und klären, ob Leben auch mit Silizium funktionieren kann.

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Kosmologisches Prinzip

Es mehren sich die Beobachtungsdaten die darauf hinweisen, dass das Universum auf großen Skalen nicht ganz so ist, wie wir es bisher dachten. Zum Beispiel, wenn es um den kinematischen Dipol der Hintergrundstrahlung geht. Irgendwie scheint in der einen Hälfte des Universums mehr los zu sein als in der anderen. Deswegen und aus vielen anderen Gründen hat man in London darüber diskutiert, ob man vielleicht das kosmologische Prinzip abschaffen sollte. Damit würden wir aber auch ein grundlegendes Prinzip der Wissenschaft aufgeben…

Voyager 1

Voyager 1 ist bald 50 Jahre alt, und die Raumsonde wird immer öfter kaputt. Aber bis jetzt hat sie es immer wieder geschafft. Und auch diesmal konnte die kaputte Software repariert werden. Wie lange die alte Sonde aber noch aktiv ist, wird sich zeigen. Länger als bis 2030 wird sie es vermutlich nicht schaffen.

Chang’e-6

Am 3. Mai 2024 hat China die Raumsonde Chang’e-6 zum Mond geschickt. Dort soll sie Proben sammeln und zur Erde bringen. Der Start hat geklappt, wie es weiter geht, wird sich zeigen.

Drama Carbonara

Florian war zu Besuch im sehr netten Podcast “Drama Carbonara”. Dort ging es nicht um Astronomie, sehr lustig war es aber trotzdem!

Astro-Geschichte: Staub und Leben

In der Hauptgeschichte geht es um Staub. Oder besser gesagt um extraterrestrische Peptide. Peptide sind quasi kleine Proteine und ohne die gibt es kein Leben. Wir wissen, dass alles, was es zur Bildung von Peptiden braucht, auch auf der Erde gibt. Aber theoretisch könnten sie auch im All entstanden sein. Das würde einiges einfacher machen, wenn wir erklären wollen, wie das Leben auf der Erde entstanden ist. Bis jetzt gab es damit aber ein Problem: Wasser behindert die Entstehung von Peptiden und Eiskristalle gibt es jede Menge und zwar genau dort, wo auch der Staub ist, an dem die Peptide sich im All bilden können.

Eine neue Forschungsarbeit (“Formation of extraterrestrial peptides and their derivatives”) von der Laborastronomiegruppe der Uni Jena haben die Bedingungen im All exakt im Labor nachgebaut und festgestellt: Ja, Wasser behindert die Peptidbildung tatsächlich. Aber nicht so stark, wie bisher gedacht. Es entsteht genug, um die Hypothese vom “Leben aus dem All” plausibel zu machen.

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