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Klaus-Rüdiger Mai im Interview mit Ben Krischke – „Sahra Wagenknecht hat sich selbst zur Marke aufgebaut“

Published 1 year, 10 months ago
Description
Cicero – Magazin für politische Kultur

Journalist und Autor Klaus-Rüdiger Mai im Cicero Podcast Gesellschaft mit Ben Krischke über Sahra Wagenknecht, über Hegel, über Karl Marx und zur Frage 'Wohin geht es eigentlich mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht?`.

Klaus-Rüdiger Mai: Die Kommunistin. Sahra Wagenknecht: Eine Frau zwischen Interessen und Mythen, Europa Verlag 2024 https://www.europa-verlag.com/Buecher/6682/DieKommunistin.html

Inhalt Podcast:

3.58 "Mit anderen Worten ich bin fest davon überzeugt, dass wenn man politische Vorstellungen und Positionen heute verorten möchte, braucht man andere Maßstäbe." (Klaus-Rüdiger Mai)

6:36 "Oder ich kann es mal mit einem anderen Wort sagen: In der DDR hatten wir manchmal den den Scherz, dass wir sagten Sozialismus ist der Klassenkompromiss auf der Basis des Topfes, das heißt, niemand verhungert. Aber wenn man ein Schnitzel will, kommen sie wieder mit der großen Eintopfterrine daher." (Klaus-Rüdiger Mai)

8:56 "Der Kommunismus steht natürlich auch für eine Vorstellung, dass man die Welt verbessern kann, dass man die Glückseligkeit aller hervorbringen kann. Da bin ich in großer, großer Skepsis, dass so etwas geht. Und ich halte es auch fast für schädlich." (Klaus-Rüdiger Mai)

9.43 "Ich begreife jedenfalls Kommunismus nicht als eine platte Ideologie, sondern ich glaube, das ist ideengeschichtlich schon etwas differenzierter aufzufassen." (Klaus-Rüdiger Mai)

12.35 "Nur weil es gibt natürlich auch ein teuflisches Moment bei Hegel. Er ist auch so ein bisschen die, die der Vollwaschautomat. Man kann, was man drückt, das kriegt man hinterher auch raus." (Klaus-Rüdiger Mai)

14.56 "Auf der anderen Seite kann das aber auch heißen, dass der Staat die letzte Instanz ist. Weil er die Wirklichkeit der sittlichen Idee ist und da ist. Und da liefert Hegel im Grunde eine philosophische Möglichkeit der Rechtfertigung auch totalitärer Systeme." (Klaus-Rüdiger Mai)

17.44 "Also ich will das nicht ausführen, aber wenn wir das annehmen, dass wir in diesen großen Wechsel sind, sind natürlich alle gesellschaftlichen Organisationen, alle politischen Parteien, alle, die an dem Diskurs teilnehmen, aufgerufen, darüber nachzudenken und Vorschläge zu unterbreiten und diese Sachen auch zu diskutieren. (…) Wenn wir in unserer Demokratie wirklich demokratisch vorgehen, dann müssten wir alle und ich meine auch wirklich alle Vorstellungen, Ansätze, diskutieren, prüfen, gewichten, weniger verurteilen als beurteilen. Nicht aus der Summe unserer Vorurteile, sondern aus der Summe unserer Urteile agieren. Das wäre das Gebot der Stunde." (Klaus-Rüdiger Mai)

19.36 "Wir können die Inhalte unseres Denkens komplett verändern. Ich denke nur eines können wir nicht: die Art und Weise unseres Denkens, unsere Denkwege verändern. Wir haben eine Methodik des Denkens, wir haben eine Eigenart des Denkens." (Klaus-Rüdiger Mai)

25.39 "Und das Problem bei Marx ist letztendlich, dass er den Einzelnen auflöst in eine allgemeine, in eine Gemeinschaftsidentität. Das ist genau das Problem, das wir heute haben in der Identitätsphilosophie." (Klaus-Rüdiger Mai)

27.30 "Ich sag es ganz deutlich: Ich misstraue allen gesellschaftlichen Vorstellungen, die nicht vom Individuum, sondern von Gruppen oder Klassenidentitäten ausgehen, weil sie eine geringe Meinung haben vom Einzelnen und den Einzelnen immer als eine Marionette der Umstände und Verhältnisse sehen und letztendlich der Einzelne nur das tut, was ihm eigentlich durch die Gesellschaft vorgegeben ist. Und das ist für mich eine Vorstellung von Menschen, die viel, viel zu klein ist." (Klaus-Rüdiger Mai)

29.38 "Das kritisiert sie, dass immer mehr Menschen aus dem Blickfeld der Politik und des Denkens fallen. Und zwar alle Menschen, die angefangen von den alten Stadtbezirken der großen Städte in den Dörfern usw und kl

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