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Back to EpisodesDie Woche #36 – Der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden
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Im Gespräch Mit Armin Christofori, SDV AG Armin Christofori freut sich schon darauf, bald wieder ganz verrückte Dinge tun zu dürfen –als da wäre, einem lieben Kollegen oder Vertriebspartner gefahrlos auf die Schulter zu klopfen. Gleich im Interview verrät uns der Vorstandssprecher der SDV Servicepartner der Versicherungsmakler AG außerdem, warum er den aktuellen Pandemie-Modus als noch fordernder empfindet als den von vor einem Jahr. Christofori, der das unabhängige Tochterunternehmen der Signal Iduna Holding seit seiner Gründung im Jahr 2009 führt, verrät zudem, warum es dem Maklerpool aus Augsburg um mehr geht, als nur „Anträge von links nach rechts zu schubsen“, wie er sagt – und warum er jede einzelne Pleite eines Mitbewerbers bedauern würde. Jetzt geht’s los.
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Die News der Woche, Teil 1 Die Politik verfolgt seit langem das Ziel, die Vermittlung von Versicherungen und anderen Finanzprodukten gegen Honorar zu fördern. Bislang konnte sich dieses Modell aber noch nicht recht durchsetzen. Im Gegenteil: Wie aus dem Versicherungsvermittlerregister hervorgeht, stehen aktuell gerade einmal 326 Versicherungsberater 197.111 Versicherungsvermittlern gegenüber. Auch im Bereich Finanzanlagen sieht es mit 208 Honorar-Finanzanlagenberatern gegenüber 38.106 Finanzanlagenvermittlern mit einer Gewerbeerlaubnis nicht viel anders aus.
Warum also tritt die Honorarberatung in Deutschland auf der Stelle? Als ein Grund hierfür wird immer wieder ein Mangel an Nettotarifen angeführt, also an abschlusskostenfreien Tarifen, in die keine Provision eingerechnet wird. Dass das aber so nicht stimmt, zeigt jetzt eine gemeinsame Studie der beiden Versicherungsprofessoren Matthias Beenken von der Fachhochschule Dortmund und Heinrich Schradin von der Uni Köln. Danach bieten rund 38 Prozent der Versicherungsunternehmen in Deutschland solche Nettotarife an. Rechne man noch die Gesellschaften dazu, die eine Durchleitung der Provisionen bei der Vermittlung von Bruttotarifen unterstützten, erhöhe sich der Marktanteil sogar auf 46 Prozent.
Und noch etwas zeigt die Studie: Anders als bei früheren Untersuchungen sind es nun auch große, marktanteilsstarke Versicherer, die sich dem Honorarmarkt geöffnet haben und nicht mehr überwiegend kleine Nischenanbieter. „Trotzdem ist der Absatz an Nettotarifen weiterhin verschwindend gering und beschränkt sich überwiegend auf die Lebensversicherung. Der Markt der Honorarberatung ist damit so klein, dass er sich nur für wenige, kleine Spezialanbieter lohnen dürfte“, schreiben die Studienautoren.
Der Neugeschäftsanteil der Nettotarife beläuft sich danach bei der Lebensversicherung nur auf 6,3 Promille. In der Krankenversicherung sind es 1,8 Promille, in der Kompositversicherung sogar nur 0,8 Promille. Unklar sei, zu welchen Teilen das geringe Vermittlungsvolumen an Nettotarifen auf eine fehlende Nachfrage seitens der Kunden oder auf fehlendes Interesse der Vermittler zurückzuführen sei. An den Versicherungsgesellschaften und damit an der Angebotsseite liege es aber nicht, wenn nicht häufiger gegen Honorar vermittelt werde, so das Fazit der Studienautoren.
Der Rechtstipp Von Stepha