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Küchenabfälle kompostieren
Description
Kompost aus Küchenabfällen
Eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an s.klingelhoefer@neudorff.de
Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.de
Was bringt mir eigentlich das Kompostieren?
- Kompostieren ist umweltfreundlich, weil weniger Müll im Restmüll landet und dabei auch noch nährstoffreicher Humus erzeugt wird,
- Selbst gemachter Kompost macht den Boden lockerer und sorgt dafür, dass die Erde fruchtbarer wird und mehr Wasser speichern kann.
- Auf einem gesunden Boden wachsen starke Pflanzen. Das ist super für den Garten!
- Und dann gibt es sogar noch einen Klima-Aspekt: Statt die Küchenabfälle über die Biotonne aufwendig abtransportieren zu lassen, können wir daheim kompostieren und damit diese Emissionen reduzieren.
Welche Küchenabfälle kann man kompostieren?
- Rohe Obst- und Gemüsereste: Schalen von Äpfeln, Karotten, Kartoffeln, Brokkolistiele, Blätter von Salat, Spinat, Reste von Kräutern … alles, was so anfällt.
- Vorsicht bei Orangen- und Bananenschalen: Wenn sie nicht bio sind, sind sie oft mit Mitteln behandelt, die das „Vergammeln“ verhindern. Aber auch wenn sie unbehandelt sind, sollte gerade im Winter nicht zu viel Zitrus in den Kompost wandern, es wird sonst schnell zu feucht.
- Kaffeesatz und Teebeutel:
vorausgesetzt, die Filter bestehen aus Papier
- Eierschalen:
zerkrümelt, sonst dauert es ewig, bis die Mikroorganismen sie klein bekommen
- Eierkartons und Wellpappe in Maßen:
sind ideal, weil sie zu viel Feuchtigkeit aufsaugen.
Und was hat auf dem Kompost nichts verloren?
- kein Fleisch, Knochen, Wurst, Brot, Fisch oder Milchprodukte oder gekochte Speisen, kein Katzenstreu, keine Fäkalien (Kleintierstreu ist ok)
- stinkt und zieht Schädlinge wie Ratten an
Wie kompostierst du am liebsten?
- Am einfachsten mit einem Thermokomposter wie unserem DuoTherm.
- Das ist ein isolierter Behälter, in den man reinwirft, was man kompostieren will.
- Er ist so konstruiert, dass er die Wärme gut speichern kann, ähnlich wie bei einer Thermoskanne.
- Deshalb geht es super-schnell mit der Zersetzung,
Das klingt nachhaltig! Was ist, wenn jemand keinen Garten hat? Kann der auch kompostieren?
- Ja, mit einer Wurmkiste.
Was ist eine Wurmkiste?
- Im Prinzip ist eine Wurmkiste ein kleiner, geschlossener Behälter aus Holz oder Plastik, in dem Kompostwürmer leben.
- besteht z.B. aus flachen, stapelbaren Boxen mit gelochten Böden. Wenn eine Etage mit zerkleinerten Küchenabfällen voll ist, wird einfach eine neue Box daraufgesetzt.
- Nachdem die neue Schicht 15 bis 20 cm hoch ist, kannst du den fertigen Wurmhumus aus der unteren Box rausnehmen. Die Würmer sind dann in die obere Box hochgekrabbelt und arbeiten dort weiter.
- Wurmhumus besteht aus wundervoll stabilen Krümeln, die stabil bleiben
- Das Sickerwasser sammelt sich unten. Meist gibt es einen Hahn, mit dem man das Wasser ablassen kann. Dieser Wurmtee ist reich an Nährstoffen und lebendigen kleinen Helfern, die den Boden fruchtbar machen.
Man kann ihn mit Wasser gemischt wie Flüssigdünger verwenden: 1 Teil Wurmtee, 5-10 Teile Wasser
Wie hält man Kompostwürmer?