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#080- Nur ein erfolgreich wiederhergestelltes Backup ist ein gutes Backup!
Description
Wir haben wieder eine neue Folge des Podcasts "Digitalisierung ist für Dich"! Es gibt noch eine solofolge zum Thema Backup. Denn Du erfährst heute noch mehr über einen Restortest.
Nur ein erfolgreich wiederhergestelltes Backup ist ein gutes Backup!
Ja wie viel Theater kann man denn um eine Datensicherung machen, denkst Du Dir möglicherweise. Oder Du nickst zustimmend. Beide Reaktionen sehe ich oft, wenn ich dieses Thema anspreche, den Restoretest.
Was ist also ein Restoretest?
Warum sollte man den machen?
Wie häufig soll dieser gemacht werden?
Wie genau wird er gemacht?
Ich werde mir Mühe geben und diese zentralen Fragen so generell und dennoch für Dich hilfreich zu beantworten. Freilich darfst Du die Antworten an Deine Ausgangssituation individuell anpassen.
Ein Restoretest stellt die testweise Datenwiederherstellung aus dem Backup dar. Dieser Restore wird ausgeführt, um die Funktionalität zu testen, also ohne, dass es einen konkreten Datenverlust gegeben hat. Einfach gesagt handelt es sich um einen Probealarm.
Klingt nach Zeitvergeudung und Spielerei für IT Nerds? Warum also das Ganze? Naja, es gibt zahlreiche Gründe für das Ausführen eines Restoretests. Nicht ohne Grund sind Restoretests auch in ISO Normenwerken, Empfehlungen der BITKOM, Gesetzen und vielen weiteren Regelwerken verankert.
Ähnlich wie die Zivilschutzsirenen regelmäßig getestet werden, um deren Funktion und auch Belastbarkeit sicher zu stellen, oder es Feuerwehr- und Zivilschutzübungen gibt, Evakuierungsübungen und viele weitere derartige Beispiele. Dabei wird nicht nur geprüft, ob das Wiederherstellen der Daten an sich funktioniert. Nein es wird auch simuliert, ob die dafür nötigen Mittel wie Hardware und Software aber auch Mitarbeiter und Knowhow zur Verfügung stehen. Ein weiterer, zu wenig beachteter, Aspekt stellt die Zeitnehmung dar. Wie lange dauert es, unsere Daten vollständig wiederherzustellen und den Betrieb wieder aufzunehmen? Wie lange dauert es, geeignete Infrastruktur bereit zu stellen? Zeit ist ein kritischer Faktor für die Risikofolgenabschätzung und um zu entscheiden, ob die eingesetzten Methoden und Technologien auch geeignet sind, um das Unternehmen vor dem Untergang zu bewahren. Es hilft wenig, wenn die Daten 8 Wochen nach der Insolvenz des Unternehmens, nach der Vernichtung von Arbeitsplätzen und Kapital, wiederhergestellt wurden.
Auch in leichteren Fällen, in denen nicht gleich die Existenz Deines Unternehmens auf der Kippe steht, ist die Abschätzbarkeit des Faktors Zeit eine wichtige Komponente. Denn so kannst Du – im Falle eines nötigen Restores - im Vorfeld besser Auskunft darüber geben, ab wann das System wieder verfügbar sein wird. Das ermöglicht es Deinem Betrieb, Mitarbeiter ggf. auf Zeitausgleich zu schicken, anstatt diese wartend herum sitzen zu lassen. Auch die Kundenkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit kann darauf abgestimmt werden. Derartige solide Aussagen helfen dabei, das Ansehen des Unternehmens zu schützen, oder gar zu stärken. Denn, dass es zu Ausfällen kommen kann, dürfte inzwischen allen klar sein. Wie professionell mit einer solchen Situation umgegangen wird hat allerdings eine immense Auswirkung darauf, wie das Unternehmen wahrgenommen wird. Von den Mitarbeitern, den Kunden aber auch vom Kapitalmarkt.
Ein derartiger Probealarm fördert auch allfällige Fehlstellen in der Dokumentation, liegt die Dokumentation ausschließlich auf den wiederherzustellenden Systemen, findet man sich schnell im Tal des Todes wieder. Fehlen Angaben in der Dokumentation, geht wertvolle Zeit verloren – oder das Restore ist schlicht nicht möglich!
Freilich kann man das Restore Szenario in der Theorie durchspielen, durchdenken. Und doch – im Ernstfall sieht die Welt wieder anders aus. Ein Restoretest soll also so ausgeführt werden, dass die Situation dem Ernstfall möglichst nahekommt. Bei der Analyse des Ablaufs dieser Einsatzprobe