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831 km allein, ohne Job, ohne Zelt – Johannes Thon über den Jakobsweg, Ängste und warum Mut immer Naivität braucht

831 km allein, ohne Job, ohne Zelt – Johannes Thon über den Jakobsweg, Ängste und warum Mut immer Naivität braucht

Episode 46 Published 2 years, 5 months ago
Description

Kein Job, keine Beziehung, keine Reiseerfahrung – und trotzdem 831 Kilometer zu Fuß durch Nordspanien. Johannes Thon wanderte 2019 den Camino del Norte und brauchte fast vier Jahre, um darüber zu schreiben. Sein Buch ist kein Abenteuerreport – sondern ein ehrliches Tagebuch über Angst, Kontrollverlust und die Frage: Wie findet man seinen eigenen Weg?


Was dich in dieser Folge erwartet


Johannes Thon saß in einer Bibliothek in Leipzig, starrte aus dem Fenster und war unzufrieden – bis er zufällig auf Hape Kerkelings Hörbuch stieß. Zwei Jahre später war seine Beziehung vorbei, sein Job weg, sein Zuhause aufgelöst. Was für viele das Ende wäre, war für ihn der Start: mit einer selbst gesägten Gardinenstange als Wanderstab, vegan, ohne Zelt und mit so gut wie keiner Reiseerfahrung. In dieser Folge spricht er über die Nächte im Freien, einen Satz eines Fremden im Supermarkt, der alles veränderte – und warum Santiago erst durch die Augen zweier Mexikaner zur echten Ankunft wurde.


Das sind die Highlights der Folge

  • 📚 Der Auslöser – Hape Kerkeling, eine Bibliothek und ein Moment totaler Unzufriedenheit: Wie aus einer Idee ein 831-Kilometer-Plan wurde
  • 🎒 Der Null-Null-Null-Moment – Kein Job, keine Beziehung, kein Zuhause: Warum das die idealen – wenn auch schmerzhaften – Startbedingungen waren
  • 🌊 Camino del Norte statt Hauptroute – Was den weniger bekannten Nordweg wirklich ausmacht: raues Terrain, Herbergen-Rennerei und 5 Euro pro Nacht für 50-Bett-Schlafsäle
  • 😰 Angst als roter Faden – Kein Zelt, kein Schlafplatz – wie Johannes gelernt hat, dass Grenzen sich nur verschieben, wenn man ihnen begegnet
  • 🧑‍🤝‍🧑 „The people are the teacher" – Ein Flüstersatz eines Fremden im Supermarkt, eine Mitpilgerin namens Nele und warum die wichtigsten Momente nie die geplanten sind
  • 🏛️ Santiago: Erst Pappmodell, dann Riesenfest – Wie zwei Mexikaner ihm zeigten, was er gerade geleistet hatte
  • ✍️ 4 Jahre, ein leergeplündertes Konto, ein Buch – Wie aus dem Camino ein Buchprojekt wurde, das alles kostete – und trotzdem richtig war
  • 🏠 „Der Rucksack war nie mein Zuhause" – Was dieser Satz wirklich bedeutet: Sicherheit entsteht nicht durch Gepäck, sondern durch die Konfrontation mit sich selbst


Das beste Zitat der Folge

„Ich muss am Morgen noch nicht wissen, wo ich am Abend schlafe. Ohne den Jakobsweg hätte ich mich das nie getraut. Niemals."
— Johannes Thon


Über Johannes Thon

Johannes Thon ist Buchautor aus Leipzig. Vor dem Jakobsweg hatte er kaum Reiseerfahrung – danach schrieb er fast vier Jahre lang an seinem ersten Buch. „Der Rucksack war nie mein Zuhause" erschien im Conbook Verlag, ist in 45 Kapitel gegliedert – eines pro Pilgertag – und ist kein klassischer Reisebericht, sondern ein ehrliches Tagebuch über Ängste, Naivität und Selbstvertrauen. Den Wanderstab – eine selbst gesägte Gardinenstange – schenkte er am Flughafen Santiago zwei Pilgerinnen, die gerade erst aufbrachen.


Johannes' Buch


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