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Die Woche #126 – Der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

Episode 141 Published 3 years, 6 months ago
Description
Willkommen zu Folge 126 unseres Podcasts!

Moin aus Hamburg und herzlich Willkommen zu Folge 126 unseres Podcasts. Heute ist Freitag, der 10. März 2023.

Und diese Themen haben wir heute für Sie: • Wir sprachen mit Wirtschaftswissenschaftler Bernd Raffelhüschen über seine umstrittenen Reformvorschläge für die gesetzliche Krankenversicherung. • In den News der Woche will das IVFP viele alte Zöpfe in der Altersvorsorge abschneiden, ein Urteil stellt klar, dass Poolmakler nicht rentenversicherungspflichtig sind, die hohe Inflation hält die Bürger weiter in Atem. Und Leitungswasserschäden hauen bei den Versicherern mächtig ins Kontor. • Und für unser Schwerpunktthema für den Monat März, „Arbeitskraftabsicherung“, unterhalten wir uns mit Christian Schwalb, Geschäftsführer von BSC – Die Finanzberater, über 20 Jahre BSC und die Entwicklung der biometrischen Absicherung in dieser Zeit.

Im Gespräch Mit Wirtschaftswissenschaftler Bernd Raffelhüschen Puh, diese Forderungen haben es in sich. Wirtschaftswissenschaftler Bernd Raffelhüschen hat Vorschläge gemacht, wie man die gesetzliche Krankenversicherung retten kann. Die hat momentan ja derbe finanzielle Probleme, wie wir alle wissen – und vielleicht auch auf der Gehaltsabrechnung gesehen haben. Denn die Beiträge sind für viele Krankenversicherte weiter gestiegen. Und das wird auch munter so weiter gehen, ist Raffelhüschen überzeugt, wenn man sich nicht traut, das System zu verändern. Was ihm vorschwebt, erklärt er jetzt im Interview mit unserer Kollegin Karen Schmidt.

**Die News der Woche ** Die „Fokusgruppe private Altersvorsorge“ brütet gerade darüber, wie man das deutsche Rentensystem erneuern könnte. Jetzt steigt das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) in die Diskussion mit ein und gibt ein Konzeptpapier heraus. Es ist allerdings komplex, weshalb wir hier nur einige bemerkenswerte Highlights aufzählen.

Die Riester-Rente will das Institut in eine „Zulagenrente“ umwandeln. Die Bruttobeitragsgarantie wird gestrichen. Das Garantieniveau könnte zum Beispiel auf 50 Prozent sinken, die konkrete Höhe soll frei wählbar sein. Die gezahlte Rente im Alter steuerfrei bleiben.

Und jetzt kommt’s: Jeder unter dem durchschnittlichen deutschen Bruttoeinkommen (zurzeit 43.142 Euro im Jahr) bekommt analog zum Riester-System Grund- und Kinderzulagen. Allerdings: Sogar, wenn er keinen einzigen Euro selbst einzahlt – was nicht weniger als eine Revolution wäre. Denn damit könnten sogar Menschen vorsorgen, die kein Geld dafür übrig haben. Der Mindesteigenbeitrag soll ebenso wie der Maximalbetrag wegfallen – damit muss man beides aber auch nicht mehr prüfen. Und sollte mal jemand in einem Jahr über dem Durchschnitt verdienen, bekommt er einfach keine Zulage – und das war’s.

Und damit die Menschen freiwillig noch mehr Geld in diese Zulagenrente stecken, soll der Staat auf jeden Euro zusätzlich 50 Cent Förderung packen. Natürlich braucht man für so etwas eine Obergrenze.

Die private Vorsorge will das IVFP viel flexibler gestalten. Zum Rentenstart werden dem Guthaben also monatliche Beträge entnommen, ohne dass sich der Neurentner schon auf die lebenslange Rente festnageln lassen muss. Später kann er sich dann endgültig festlegen. Zum Beispiel mit 85 Jahren, heißt es im Papier.

Die Auszahlraten bis dahin sollen bis zu einem gewissen Betrag steuerfrei sein, das könnten zum Beispiel 3 Prozent des Guthabens pro Jahr über einen Zeitraum von 20 Jahren sein. Angenehmer Nebeneffekt: Das senkt die Gefahr, dass die Neurentner das Guthaben gleich am Anfang ihres Ruhestands verbrauchen.

Die Vorschläge sollen übrigens gleichermaßen für private Rentenversicherungen und als Altersvorsorge eingestufte Fondsspardepots gelten. Damit könnte man laut IVFP für solche Depots auch die bestehenden steuerlichen Regeln für Lebens- und Rentenversicherungen übernehmen, sprich: das Halbeinkünfteverfahren. Ganz abgesehen davon soll es aber möglich

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