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80. Todestag der Geschwister Scholl - «Es lebe die Freiheit»

80. Todestag der Geschwister Scholl - «Es lebe die Freiheit»

Published 3 years, 7 months ago
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«Es lebe die Freiheit»

Die Weiße Rose ist zum Inbegriff für mutigen Widerstand geworden - und vieles, wofür sie gekämpft haben, ist für viele Menschen heute selbstverständlich. Die Geschwister Scholl und ihre Freunde jedoch bezahlten ihren Mut mit dem Leben - vor nunmehr 80 Jahren.

Thomas Mann war vom Widerstand der Weißen Rose gegen das Nazi-Regime beeindruckt. «Brave, herrliche junge Leute! Ihr sollt nicht umsonst gestorben, sollt nicht vergessen sein», sagte der Literaturnobelpreisträger am 27. Juni 1943 im britischen Radiosender BBC. Rund vier Monate zuvor, am 22. Februar, waren die Studenten Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst in München hingerichtet worden. Am Mittwoch, den 22. Februar 2023 jährt sich ihr Tod zum 80. Mal. Ihr Tod war erst der Auftakt. Bis 1945 wurden vier weitere Mitglieder der Gruppe ermordet, viele andere aus dem Umfeld kamen in Haft.

  1. Todestag der Geschwister Scholl

Die Weiße Rose ging aus einem Freundeskreis hervor. Hans Scholl und Alexander Schmorell kannten sich vom Medizinstudium - und teilten ihre Ablehnung des NS-Regimes. Auch Gleichgesinnte wie Willi Graf, Christoph Probst, Sophie Scholl und der Musikwissenschaftler und Professor Kurt Huber schlossen sich an.

Im Sommer 1942 erschienen die ersten Flugblätter, die die Schandtaten der Machthaber anprangerten. «Wer von uns ahnt das Ausmaß der Schmach, die über uns und unsere Kinder kommen wird, wenn einst der Schleier von unseren Augen gefallen ist und die grauenvollsten und jegliches Maß überschreitenden Verbrechen ans Tageslicht treten?», heißt es darin.

Insgesamt sechs Flugblätter wurden veröffentlicht

Insgesamt sechs Flugblätter wurden veröffentlicht, in denen auch zum Sturz der Nationalsozialisten aufgerufen wurde. Auch der Kriegswahn, die Unterdrückung oder der Mord an den Juden wurden in den Schriften angeprangert. «Warum verhält sich das deutsche Volk angesichts all dieser scheußlichsten menschenunwürdigsten Verbrechen so apathisch», heißt es bereits im zweiten Flugblatt von 1942. Die Tatsache werde als solche hingenommen. «Und wieder schläft das deutsche Volk in seinem stumpfen, blöden Schlaf weiter und gibt diesen faschistischen Verbrechern Mut und Gelegenheit, weiterzuwüten - und diese tun es.»

Am 18. Februar 1943 dann ein schicksalhafter Tag. Gegen 11.00 Uhr legen die Geschwister Scholl in der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München das sechste Flugblatt aus, das zum Tag der Abrechnung aufruft: «Im Namen der ganzen deutschen Jugend fordern wir von dem Staat Adolf Hitlers die persönliche Freiheit, das kostbarste Gut des Deutschen zurück, um das er uns in der erbärmlichsten Weise betrogen hat.» Doch ein Hausmeister beobachtet die Geschwister und schlägt Alarm - wenig später werden beide festgenommen, zwei Tage später auch Christoph Probst.

«Es lebe die Freiheit»

Nur vier Tage später am 22. Februar fällt der Präsident des Volksgerichtshofs Roland Freisler sein Urteil, das der Henker Johann Reichhart wenig später auch vollstreckt. «Es lebe die Freiheit», ruft Hans Scholl, bevor er im Gefängnis Stadelheim den Kopf unter das Fallbeil legt. Seine Schwester Sophie und Probst sterben auf die gleiche Art.

Auch Willi Graf, Alexander Schmorell und Kurt Huber wurden später ermordet, ebenso wie Hans Leipelt. Er hatte mit einer Freundin nach dem Tod von Probst und der Geschwister Scholl das verhängnisvolle sechste Flugblatt mehrfach abgetippt, versehen mit dem Hinweis: «und ihr Geist lebt trotzdem weiter!».

Erinnerung an die Weiße Rose bis heute lebendig

In der Tat ist die Erinnerung an die Weiße Rose bis heute lebendig - und gilt vielen gar als Symbol für den deutschen Widerstand gegen die Nazis. Doch was ist ihr Vermächtnis? Für den Sprachwissenschaftler Wolfgang Huber ist es vor allem ein Umstand: «Dass die ganze Justiz von einem einzigen Gedanken durchdrungen ist, nämlich der Würde des Menschen». Sein Vater war jener Prof

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