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Wie man seine Mitarbeiter ganz schnell zur Konkurrenz bringt!
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Drei Personaler, siebzehn Meinungen. Kennt jeder, der schon mal in einer HR-Abteilung vorstellig wurde, nur um sich dann zu fragen, was machen die den ganzen Tag und warum schleppt das Unternehmen die mit. Ihr kennt meine Meinung, es gibt einfach zu viele schlechte Personaler da draußen, die auch kein oder schlichtweg das falsche Verständnis von ihrem Job haben. Umso erfreuter war ich, als ich einem Podcast das Thema "Mitarbeiter kommt wegen der Firma und geht wegen der Führungskraft" gehört habe, seit Jahrzehnten mein Credo. Allerdings sprang mir die Erkenntnis auch hier wieder entgegen, wie leicht es doch sein kann, Mitarbeiter zufriedenzustellen oder Ruck-zuck zur Konkurrenz zu treiben. Daher, auch für alle, die keine HR-Podcasts hören, greife ich das Thema auf - zufriedene, wechselwillige und innerlich gekündigte, Ohren auf! Jetzt kommt viel, was ihr kennt, besser gesagt, unter dem ihr leidet.
Mitarbeiterführung, einer der härtesten Jobs, die es gibt! / Bild-/Quelle: unlimphotos.com
Ich muss es immer wieder erzählen, es war für mich der Augenöffner: Unternehmen veranstaltet abends für die Executive-Ebene Veranstaltungsreihe zur Personalführung und lädt hochkarätige Redner, jeder mit seiner eigenen These und Art der Ausfüllung ein. Als ein ehemaliger hochrangiger Mitarbeiter eines auch Online-Versenders aus Hamburg mit der These, dass Mitarbeiter wegen der Firma kommen und dank der Führungskraft wieder gehen, angekündigt wurde, gingen die Plätze an dem Abend nicht so besonders schnell weg. Dies ermöglichte mir, die kritische These als Anwesender an diesem Abend in allen Facetten beleuchtet zu bekommen, ohne zum Kreise der Erlauchten zu gehören.
Ich möchte das jetzt nicht herunterspielen, da Menschenführung eine der komplexesten und verantwortungsvollsten Aufgaben in einem Unternehmen ist und das "Geheimnis" es halbwegs gut hinzubekommen, wird viel zu oft ignoriert - und seit Neuestem durch Quotenregelungen schlichtweg zerstört. Aber darum soll es nicht gehen - starten wir an dem Punkt, an dem es zu spät ist: Bei den Punkten, die Mitarbeiter die Flucht zur Konkurrenz ergreifen lassen.
Der wichtigste Punkt, und noch hat er Gültigkeit, ist, dass wir aktuell in einem Arbeitnehmermarkt leben. Firmen suchen händeringend Personal und trotz möglicher Zugeständnisse an Arbeitsort, Ausschmückung der Rolle und auch Bezahlung finden sich keine Leute.
Natürlich ist die Situation ungewohnt für Unternehmer und HR, dass die Bewerber mit Forderungen kommen. Zum Beispiel etwas Banales wie eine Rückmeldung binnen ein bis zwei Tagen auf die Bewerbung zu kommen. Und eine Einladung nicht über eine Woche hinaus zu "verzögern". Anschreiben erleben auch wegen dieser Einstellung erneut den Punkt, an dem sie nun vielleicht endlich aussterben dürfen.
Aber ich höre und erlebe immer noch Fälle, bei denen allein die Bestätigung des Erhalts der Unterlagen schon vierzehn Tage in Anspruch nimmt. Leute, dann ist der Bewerber definitiv nicht mehr für euch zu haben!
Auch die Ansprache hat sich geändert. Die klassische Stellenanzeige in Druckform ist gerade bei den jungen und gut gebildeten Bewerbern nicht mehr im Blickfeld. Jung, gebildet, woran erkenne ich das? An einer, wichtig!, praktischen Abschlussarbeit, die idealerweise punktuelle neue Lösungen für Unternehmen generiert und somit im Rahmen einer Höchstbewertung liegt.
Ich kenne Firmen, die hier Headhunter bemühen. Aber auch dieser Schlag teilt sich in Neuland, 18. Jahrhundert und Verstanden. 18. Jahrhundert ist klar: anrufen, Formalien erklären, Bildung und Lebenslauf abklappern - und schon ist der potenzielle Neue gelangweilt. Neuland ist wie 18. Jahrhundert nur wie "Upps! – Die Pannenshow". Da wird im falschen Moment verklausuliert, dann fehlen, auch wichtige, Fragen und Antworten. Teilweise wirkt es wie schlecht oder gar nicht vorbereitet, auch unter dem Aspekt, ich b
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