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Die Woche #122 – Der Pfefferminzia Podcast für Versicherungshelden

Episode 137 Published 3 years, 7 months ago
Description
Willkommen zu Folge 122 unseres Podcasts!

Moin aus Hamburg und herzlich Willkommen zu Folge 122 unseres Podcasts. Heute ist Freitag, der 10. Februar 2023.

Und diese Themen haben wir heute für Sie: • Wir sprachen mit dem Geschäftsführer von Blau Direkt, Lars Drückhammer, warum es den Maklerpool ausgerechnet nach Estland zieht und was er dort sucht. • In den News der Woche schauen wir in die Türkei und nach Syrien, wo das Erdbeben schwere Verwüstungen hinterließ, eine Kleine Anfrage der CDU-/CSU-Bundestagsfraktion soll den Standpunkt der Bundesregierung zum Thema Provisionsverbot hervorkitzeln, ein Großbrand bei einem Automobilzulieferer könnte den Versicherern womöglich einen Rekordschaden hinterlassen und Bundessozialgerichtspräsident Rainer Schlegel macht drei Vorschläge, wie man die gesetzliche Rente stabilisieren könnte.
• Und für unser Schwerpunktthema für den Monat Februar, „Fachkräftemangel“, sprachen wir mit Hans Steup, Betreiber des Portals Versicherungskarrieren, über die schätzungsweise rund 10.000 offenen Stellen in der Versicherungsbranche – und wie Unternehmen im War for Talents bestehen können.

Im Gespräch Mit Lars Drückhammer, Blau Direkt Der Maklerpool Blau Direkt ist inzwischen in Estland vertreten. Genau genommen hat er dort zwei Büroräume angemietet und deutlich über zehn Leute eingestellt. Was sucht er in dem kleinen Land an der Ostsee südlich von Finnland? Zusätzliches Geschäft ist es jedenfalls nicht, verriet uns Geschäftsführer Lars Drückhammer auf der Network Convention in Estlands Hauptstadt Tallinn. Aber was dann? Hören Sie selbst!

Die News der Woche Mindestens 15.000 Menschenleben hat das verheerende Erdbeben vom 6. Februar in der Türkei und in Syrien gefordert, das Leid der Opfer ist nicht in Zahlen zu ermessen. Und auch der Sachschaden ist angesichts tausender eingestürzter Gebäude und unzähliger verwüsteter Städte und Dörfer noch nicht abschließend einzuschätzen. Erste Analysen zum Ausmaß der Katastrophe liegen aber inzwischen vor: Der wirtschaftliche Schaden dürfte die Grenze von einer Milliarde US-Dollar übersteigen, meint der Senior-Versicherungsanalyst Shabbir Ansari vom Datendienstleister Globaldata. Das sind umgerechnet 935 Millionen Euro. Der Schaden liege damit mehr als doppelt so hoch wie beim Erdbeben im Jahr 2020, so der Analyst. Die türkischen Versicherer würden Jahre brauchen, um alle versicherten Schäden zu bearbeiten.

Dies deckt sich mit der Erkenntnis von Robert Muir-Wood, Chefanalyst beim Risikomodellierer Moody's RMS. Er geht davon aus, dass das Beben den türkischen Versicherungspool TCIP mit bis zu einer Milliarde US-Dollar belasten wird. Internationale Rückversicherer würden ebenfalls beteiligt sein, so Muir-Wood.

Analyst Shabbir Ansari erwartet, dass der türkische Versicherungspool zusammen mit seinen wichtigsten Rückversicherungspartnern, darunter Munich Re und Swiss Re, einen Großteil der entstandenen Schäden auffangen wird. Hintergrund: TCIP ist eine öffentliche Einrichtung, die im Jahr 2000 mit einer Rückstellung für Katastrophenversicherungsansprüche in Höhe von bis zu 2,5 Milliarden Dollar gegründet wurde.

Dabei sind türkische Versicherer durch zwei Umstände stark vorbelastet: Zum einen durch die hohe Inflation mit Spitzenwerten von über 80 Prozent im vergangenen Jahr, was wiederum die Schadenkosten stark steigen lässt. Zum anderen belastet das bereits erwähnte Erdbeben von 2020 nach wie vor die Bücher der Gesellschaften. Die türkischen Sachversicherer werden daher auch noch 2023 und 2024 versicherungstechnische Verluste schreiben.

Parallel dazu wird die Nachfrage nach Naturkatastrophenversicherungen in der Türkei zwar steigen. Aus den bereits genannten Gründen werden die Versicherer aber weiter Probleme damit haben, rentabel zu bleiben, so die Analyse des Datendienstleisters Globaldata.

Jingle In der neu aufgeflammten Debatte um ein mögliches Provisionsverbot auf EU-Eb

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