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Vom Bereuen einer radikalen Krebstherapie

Episode 84 Published 3 years, 4 months ago
Description
mit Dr. med. Valentin Meissner, Urologe

Die Patienten der Studie waren vor rund 20 Jahren an einem lokal begrenzten Prostatakarzinom erkrankt, und bei allen fiel die Therapieentscheidung zur radikalen Prostatektomie. Diese kann, wie fast jede Behandlung, mit unerwünschten Nebenwirkungen wie Inkontinenz und erektile Dysfunktion einhergehen.

Damals war die Anzahl möglicher Alternativen, wie etwa eine Bestrahlung, überschaubarer als heute. Mittlerweile hat sich nicht nur therapeutisch sondern auch diagnostisch einiges getan. Bei bestimmten Formen des Prostatakarzinoms spielt daher mittlerweile die sogenannte "aktive Überwachung" eine Hauptrolle. Ein radikaler Eingriff lässt sich damit verhindern oder zumindest aufschieben.

Ob die Männer die damalige Entscheidung später bereuten, hing von verschiedenen Faktoren ab. Das Team der Universitätsmedizin in München um Dr. Meissner konnte dazu über 1000 Patienten befragen. Unter anderem war es wichtig, wie und von wem die Entscheidung getroffen wird: Inwiefern wurde der Patient mit einbezogen?

Die Ergebnisse hat Dr. Meissner auf dem Krebskongress in Berlin bei den "Best Abstracts" vorgestellt und wir haben für diese Podcast-Episode danach mit ihm gesprochen. Dr. Meissner ist Urologe und arbeitet als Assistenzarzt an der Urologischen Klinik und Poliklinik der Technischen Universität München.

Literatur

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