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Hat eine Sekte etwas mit Yolandas Verschwinden zu tun?
Description
Seit dem 25. September 2019 wird die damals 23-jährige Yolanda Klug vermisst. Sie wollte zum Möbelhaus IKEA nach Günthersdorf fahren und am Abend mit einer Freundin eine Veranstaltung auf dem Campus der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle besuchen. Die Mordkommission ermittelt, denn es geht um den Verdacht auf ein Tötungsdelikt. Alle bisherigen Ermittlungen führen zu keinem Ergebnis.
Nun gibt es neue Zeugen, die die Studentin am Tag ihres Verschwindens gesehen haben wollen. Nach Angaben der Polizei laufen Ermittlungen auch in Richtung der Organisation Scientology. Hier wird eine Spur nach Dänemark verfolgt. Bereits zu Beginn der Ermittlungen war bekannt geworden, dass Yolandas engster Familienkreis bei Scientology aktiv ist. Mit der Kriminologin Dr. Beate Götze ordnen wir die neuen Entwicklungen ein. Sie arbeitet am Institut für Kriminalanalytik und forensische Psychologie in Magdeburg.
Die "Scientology Church" wird in mehreren Bundesländern vom Verfassungsschutz beobachtet. Darüber haben wir mit Matthias Pöhlmann, dem Weltanschauungsbeauftragen der Evangelischen Kirche Bayern, gesprochen. Er hält Scientology für gefährlich: "Für mich ist es eine totalitäre Psycho-Organisation, die sich ein religiöses Deckmäntelchen zulegt, um als Kirche zu erscheinen. Tatsächlich ist es nach meinem Eindruck eine doch sehr stark menschenverachtende Ideologie auch mit antidemokratischer Zielsetzung."
Die Podcast-Episode Yolanda: Wenn Menschen spurlos verschwinden vom 18.09.2020.
Weitere Hintergründe zum Vermisstenfall Yolanda Klug haben wir auf mdr.de zusammengefasst.
Information der Staatsanwaltschaft und der Polizeidirektion Leipzig: Vermisstenfall Yolanda Klug - Zeuginnen und Zeugen nach neuen Hinweisen gesucht
Aus der ARD Audiothek empfehlen wir den Podcast Studio Komplex: In der neuen Folge Strafe muss sein! geht es um Gefängnisse.
Für Anregungen und Kritik zu dieser oder anderen Episoden schreiben Sie uns bitte gerne an die-spur-der-taeter@mdr.de.