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Christoph Amann; Streben nach Zukunft
Description
Christoph Emanuel Amann hat Advanced Design, Technisches Schreiben und Kommunikation studiert. Derzeit studiert der MĂŒnchner Ethnologie. Christoph liebt es, Dinge zu erschaffen â in den Bereichen Design, Wissenschaft, Mode, Musik, Fotografie, etc. Beim Gestalten legt er einen besonderen Fokus auf soziale und nachhaltige Themen fĂŒr eine reduktive Zukunft.
In seiner Masterthesis âStreben nach Zukunftâ zeigt er anschaulich, welche 5 SĂ€ulen der Wandel braucht. Ergebnis seiner Forschung ist, dass es ausgewogenes VerhĂ€ltnis zwischen Treiber, Pionieren des Wandels, Werten und Leitbilder, Sprachrohr sowie Partizipation und Kooperation braucht, damit Wandel gelingt. Er belegt dies anhand der Analyse von 9 historischen Transformationsprozessen. Was wir daraus fĂŒr die groĂe Transformation lernen können, in der sich unsere Weltgemeinschaft gerade befindet, erlĂ€utert er ins seinem Ausblick.
FuÌr einen fundamentalen gesellschaftlichen Wandel muss ein möglichst breites Spektrum der Gesellschaft auf globaler Ebene dieselben Ziele anstreben. Aktuell ist dies jedoch noch nicht der Fall. Wir wissen oft noch nicht, wonach unsere Mitmenschen streben und tauschen uns nicht darĂŒber aus. Ein schneller gesellschaftlicher Wandel kann stark davon profitieren, wenn sich Menschen allgemein mehr uÌber ihre Ziele austauschen.
Christoph will Zukunftsbilder in Bewegung bringen. So wĂ€re es nach seiner EinschĂ€tzung empfehlenswert, den Treiber fĂŒr die groĂe Transformation nicht in Form einer bevorstehenden Katastrophe zu kommunizieren, wie es uÌberwiegend noch der Fall ist, sondern das Ăberwinden einer Katastrophe als gesellschaftliche Leistung anzustreben und ruÌckblickend zu feiern.
GesprÀchspartner dieser Folge:
Christoph hatte schon immer eine groĂe Leidenschaft und Faszination fĂŒr Ursache und Wirkung. Ihn interessiert zunĂ€chst das annĂ€hernd groĂe Ganze â das Big Picture â um dann die entscheidenden RĂ€der zu identifizieren, an denen es zu drehen gilt.
So auch in seiner Masterarbeit âStreben nach Zukunftâ. Er wollte verstehen, welche Wirkfaktoren gesellschaftliche Transformationsbewegungen wie die Französische Revolution, Abschaffung von Sklaverei, Bauhaus, #MeToo oder Fridays for Future mehr oder weniger erfolgreich machen, um dann selbst HandlungsmaĂnahmen fĂŒr einen Wandel im Sinne der GroĂen Transformation abzuleiten. Dabei entwickelte er die fĂŒnf SĂ€ulen gesellschaftlichen Wandels: ein Ansatz, der die KomplexitĂ€t von Transformation zugĂ€nglich, systemisch und steuerbar macht. Aktuell ergrĂŒndet er, ob sich der Ansatz nicht nur bei gesellschaftlicher, sondern auch bei individueller Transformation anwenden lĂ€sst.
Seine Herangehensweise spiegelt sich in seinem interdisziplinĂ€ren Hintergrund wider: er studierte Ingenieurwesen, Design sowie Kulturwissenschaft und arbeitete fĂŒnf Jahre als UX Researcher. Seit 2022 treibt er Consumer Centricity bei der BSH voran, u.a. durch interne Kommunikation und sein FĂŒnf-SĂ€ulen-Modell.
Das inspiriert Christoph:
Momente aller Art mit Menschen aller Art
Die ungeschönte Schönheit, Kraft, Details, Strategien und Wunder der Natur inkl. des Menschen
Der Gedanke, weg von âsurvival of the fittestâ hin zu âsurvival of the most symbioticâ gemÀà des Buchs âLoâTEK. Design by Radical Indigenismâ von Julia Watson
Alte Kulturen, indigene Kulturen sowie das japanische Konzept von Wabi-Sabi
Der Prozess der Menschwerdung und was uns davon noch heute ausmacht
Authentische, intuitive Persönlichkeiten wie z. B. MichÚle Lamy
Musik fĂŒr jede Lebenslage (Klassik, Rock, Pop, Elektro, etc.)
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